Mein Leben mit Reizdarm

Informieren, aufklären und Lösungswege aufweisen

Hallo, ich bin Britta. Ich beschäftige mich seit über 20 Jahren mit dem Thema Reizdarm. Die meisten auf dieser Webseite genannten Diäten und Therapien habe ich selbst ausprobiert. Solange, bis ich die richtige für mich gefunden habe und heute die meiste Zeit beschwerdefrei bin. Mit dieser Webseite möchte ich Betroffene über die vielen verschiedenen Möglichkeiten und Lösungswege informieren, so dass sie die für sich selbst passende Therapie finden. 

 

Mit 15 Jahren habe ich das erste Mal die Diagnose “Reizdarmsyndrom” erhalten. Damals hatte ich hauptsächlich Bauch-schmerzen. Ein paar Jahre später bekam ich stattdessen Sodbrennen und ich kämpfte lange mit einer Magenschleimhautent-zündung. Sie verging, und stattdessen kamen Durchfall und ein Blähbauch. 


Diagnose Reizdarmsyndrom - Tee trinken und entspannen?

Tests auf Allergien und Intoleranzen, auf Candida albicans, Helicobacter Pylori, Sibo, sowie Röntgen und Ultraschall - keine dieser Untersuchungen lieferte handfeste Erklärungen für meine  Beschwerden. In den letzten zehn Jahren habe ich in vier verschiedenen Ländern gelebt. Mit den Ländern änderten sich die Symptome und die Ärzte, aber die Diagnose “Reizdarmsyndrom” blieb. Damals zweifelte ich an der Qualifikation der Ärzte, die mir empfahlen, mich zu entspannen und Kräutertees zu trinken. Heute verstehe ich, dass an diesem Ratschlag vieles richtig war. Ich habe die Verantwortung dafür, dass es mir gut geht. Das beginnt damit herauszufinden, was mein Reizdarm braucht oder was ihm fehlt, denn niemand kennt meinen Körper so gut wie ich.

Mit der low fodmap-Diät gegen Reizdarmsyndrom

Bei meinen Recherchen stieß ich vor einigen Jahren auf die low fodmap-Diät der Monash Universität und ernährte mich ein Jahr lang low-fodmap. Die Blähungen und der Durchfall wurden mit der low-fodmap Diät weniger, ich konnte wieder mehr unternehmen, blieb nicht mehr so häufig allein zu Hause aus Angst ständig zur Toilette zu müssen oder vor peinlichen Momenten.

 

Die low-fodmap Diät machte mir klar, wie sich mein Leben anfühlt, wenn es nicht durch meine Magen- und Darmprobleme bestimmt wird. Leider stieß ich mit der Diät aber auch an Grenzen. Sobald ich versuchte, Lebensmittel wieder einzuführen, kamen die Symptome zurück. 


Paleo-Therapie gegen eine durchlässige Darmwand (aka "leaky gut")

Mit Hilfe einer Ärztin ernährte ich mich mich vier Monate streng nach der “Paleo-Therapie”, um meine geschädigte Darmwand zu regenerieren. Ich bereitete alle meine Mahlzeiten selbst zu. Kochen gehört nicht unbedingt zu meinen Lieblingsaktivitäten, dementsprechend findet ihr im Blog viele Rezepte "für Kochfaule". Der Verzicht auf so viele Dinge, die ich gerne esse und trinke, fiel mir sehr schwer und stresste mich.

 

Doch der Erfolg gab der Therapie recht: Nach zwei Monaten waren die Symptome deutlich reduziert, ich schlief besser, hatte weniger Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall, und meine Blutwerte waren phänomenal. Die Paleo-Therapie war ein Erfolg.

Reizdarmsyndrom und Depressionen

Und trotzdem stimmte etwas nicht. Kleinigkeiten, ob in der Arbeit oder in meinem Privatleben, brachten mich an meine Grenzen. Ich bekam Schlafstörungen, in vielen Nächten schlief ich nur noch 2-3 Stunden. Ich wusste nicht, wie ich meinen Alltag bewältigen sollte sollte, ich fühlte mich nicht mehr belastbar, ausgebrannt und leer. 

 

Ich entschloss mich zu einer Psychotherapie. Schon in der zweiten Sitzung kam das Thema "Depression" auf. Es hat etwas gedauert, bis ich die Diagnose akzeptieren konnte, ebenso, mich auf die Medikamente einzustellen. Aber es hat sich gelohnt. 

Die richtige Therapie für deinen Reizdarm finden

Reizdarm und Depression

Heute geht es mir gut. Damit das so bleibt, ist die  Ernährung ein wichtiger, aber nicht der einzige Faktor. Um in Eintracht mit meinem Reizdarm zu leben, brauche ich mehr Ruhe und Entspannung, als ich mir früher gegönnt habe. 

 

Mit dieser Website möchte ich dir Mut machen, die richtige Therapie oder Diät für dich zu finden.  Es gibt keine allgemein gültige Therapie, die allen Betroffenen mit Reizdarm gleichermaßen hilft. Deshalb musst du selbst ausprobieren (am besten mit Hilfe eines Ernährungsexperten und/oder Ärzten), was für dich funktioniert. Und diese Website soll dir die passenden Anregungen dazu liefern.  


Was ist deine "Wunderwaffe" gegen Reizdarmbeschwerden, oder dafür, dass sie gar nicht erst aufkommen? Wie meisterst du deinen Alltag? Ich freue mich über deine Nachricht an britta@lebenmitreizdarm.de.


Die Informationen auf dieser Webseite sind keine medizinische Beratung, sondern zur Information und Motivation für Reizdarm Betroffene gedacht, aktiv daran zu arbeiten, beschwerdefrei zu werden. Die Inhalte auf dieser Website beruhen auf persönlichen Erfahrungen, beziehungsweise auf den zitierten Quellen. 

  

Ich empfehle allen, die unter Reizdarm-ähnlichen Beschwerden leiden, diese mit einem Arzt abzuklären um mögliche organische Ursachen auszuschließen!


Bilder: Sapna Richter, www.sapnarichter.com

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