Ständige Blähungen - Was tun?

Blähungen

Was tun gegen Blähungen?

Blähungen - jeder hat sie, keiner will sie. Blähungen sind peinlich, vor allen Dingen in einer vollen       U-Bahn oder in der Stille einer Yoga-Stunde. Dabei sind Blähungen etwas ganz natürliches, sie sind ein Produkt des Verdauungsprozesses, und deshalb ist es auch ganz normal, dass hin und wieder ein Lüftchen entweicht. Manchmal weniger, in den Stunden nach dem Essen eher mehr. Starke Blähungen können aber sehr schmerzhaft sein, und ständige Blähungen und ein Blähbauch sehr belastend. Der Darm spannt sich voller Luft und es zwickt, Bauchschmerzen sind die Folge. Was ist die Ursache von Blähungen?

Blähungen durch zuviel Zucker und Kohlenhydrate

Zucker, auch in Form von Kohlenhydraten, ist mein persönlicher Übeltäter Nummer 1 in Sachen Blähungen. Brot, Semmeln und andere Backwaren gehören für die Meisten von uns zum Alltag. Dazu vielleicht noch Schokolade oder Kuchen am Nachmittag... Zucker ist in so vielen Nahrungsmitteln enthalten, dass es schwierig ist, darauf zu verzichten. Der Verzicht kann den Darm aber deutlich entlasten und helfen, zu viel Luft im Bauch und Darm loszuwerden. Du kannst mit kleinen Schritten anfangen, um zu testen, in weit sich deine Blähungen durch weniger Zucker reduzieren lassen.

 

 

 

 

JEDER

 


Zum Beispiel, in dem du das Brot oder dein Müsli (herkömmliches Müsli beinhaltet sowohl viele Kohlenhydrate als auch Zucker) beim Frühstück durch Yoghurt mit einem Stück Obst und Nüssen ersetzt. Mit dem Obst nicht übertreiben, auch das enthält Zucker - Fruchtzucker! Gemüse, Salat, Fisch und Fleisch zum Mittag- und Abendessen. Als Snack zwischendurch Obst (siehe oben) und Nüsse. Und das alles in einem Ernährungstagebuch festhalten, damit du Veränderungen nachvollziehen und direkt mit dem Essen (oder dem nicht gegessenen) in Verbindung bringen kannst.  

Blähungen durch "schlechte" Essgewohnheiten

 

 

 

 

 

HAT

 

Isst du gerne spät oder sehr hastig? Irgendwie bleibt immer zu wenig Zeit zu kochen und/ oder zum Essen? Einen wichtigen Teil der Verdauungsarbeit leisten wir schon beim Kauen. Oder eben nicht, wenn wir die Nahrung hastig herunterschlucken. Dann hat der Darm natürlich mehr zu tun, und auch mal mehr zu melden in Form von Blähungen.

Übeltäter können auch Zuckeraustauschstoffe sein. Versuche, Zuckeraustauschstoffe in Form von "light" Limonaden oder zuckerfreiem Kaugummi zu vermeiden. Vorsicht, wenn du zuckerfrei durch die "Zuckervollversion" ersetzt, kann auch das sich mit Blähungen rächen, siehe oben.


Wenn deine Blähungen nach Schwefel stinken

Blähungen stinken nach faulen Eiern oder Schwefel, wenn bei der Verdauung proteinhaltiger Nahrung Schwefelwasserstoff freigesetzt wird. Probiere deine Blähungen zu reduzieren, indem du weniger eiweißhaltige Nahrung isst. Proteinreiche Lebensmittel sind zum Beispiel Eier, Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Tofu, Hülsenfrüchte und Nüsse, aber auch Eiweiß-Shakes und Eiweiß-Riegel. 

 

 

BLÄHUNGEN

 


Ganz auf proteinreiche Lebensmittel zu verzichten ist nicht die Lösung, sondern es geht darum herauszufinden, wo deine persönliche "Proteingrenze" liegt, um deine Blähungen auf eine erträgliche Geruchsnote zu reduzieren. Wenn du deine Erfahrungen mit dieser Testphase in einem Ernährungstagebuch protokollierst, kannst du später, sollten die Probleme wieder auftreten, darauf zurückgreifen. Oder dein Protokoll mit zu einem Arzt oder Ernährungsexperten mitnehmen, sollte der Versuch dir nicht helfen. 

Nahrungsmittelunverträglichkeiten als Ursache von Blähungen

Blähungen sind klassische Symptome von Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Das kann zum Beispiel eine Laktose-, Fructose oder Histaminintoleranz sein, die sich leicht durch einen Test beim Arzt oder durch einen "hauseigenen" Provokationstest herausfinden lassen. Es muss nicht gleich eine Intoleranz sein, auch eine niedrige Toleranzgrenze kann zu Blähungen führen. Das kann bedeuten, dass du eine handvoll Beeren problemlos essen kannst, während nach einer großen Portion Obstsalat der Bauch kneift vor Blähungen, weil deine persönliche Fructosetoleranzgrenze erreicht ist.

 

Oder du verträgst nur einzelne Lebensmittel oder Lebensmittelgruppen nicht gut. Für den Arzt oder einen Ernährungsberater ist es hilfreich, wenn du ein Ernährungstagebuch führst und deine Beschwerden wie Blähungen notierst. Viele Menschen, die häufig unter Blähungen und Bauchschmerzen leiden, reagieren empfindlich auf fodmaps, die in einer ganzen Reihe an Lebensmitteln enthalten sind. Mehr Infos zu fodmaps findest du hier

Blähungen und mangelnde Verdauungsenzyme

Blähungen entstehen auch dann, wenn zu wenig Verdauungsenzyme vorhanden sind. Die Enzyme werden in der Bauchspeicheldrüse produziert und gelangen in den Magen und Dünndarm, wo sie außer Eiweißen auch Fette und Kohlenhydrate spalten, bevor diese in den Dickdarm gelangen. Werden nicht genügend Enzyme produziert, wird die Nahrung zu wenig verarbeitet und verursacht verstärkt Gase, also Blähungen. Nicht nur Ärzte, auch Ernährungsberater und Heilpraktiker kennen sich in der Regel mit Verdauungsenzymen und entsprechenden Mängeln aus. 

Mittel gegen Blähungen

Mittel gegen Blähungen lassen Luftblasen zerplatzen und entschäumen. Der Klassiker ist Lefax. Mit hilft Iberogast sehr gut, gegen jegliche Reizdarmprobleme, weil es den Darm entspannt und somit Blähungen als auch Bauchschmerzen nachlassen.

 

Langfristig brauchst du natürlich eine andere Lösung, denn diese Mittel bekämpfen nur die Blähungen als Symptom, nicht die Ursache für die Entstehung der Blähungen.  Wenn die oben genannten Tipps dir nicht helfen, suche auf jeden Fall einen Arzt auf. 

Das Mittel ist zugegebenermaßen nicht günstig, aber es hilft und ist gut verträglich. Iberogast gibt es in verschiedenen Größen. Der Kauf in einer Online Apotheke lohnt sich, da man dabei in der Regel doch viel Geld spart.