Behandlung bei Reizdarm

Reizdarm behandeln

Die richtige Behandlung für deinen Reizdarm

Du hast auf der Suche nach Hilfe für deinem Reizdarm meine Webseite entdeckt. Willkommen! 

 

Diese Seite richtet sich an Menschen, die Probleme mit dem Darm und mit ihrer Verdauung haben, für die Ärzte keine Ursache gefunden haben - oder vielleicht sogar zu viele mögliche Ursachen. 

  • Hast du dich von Ärzten untersuchen lassen, und keiner konnte dir eine hilfreiche Diagnose geben oder eine zielgerichtete Behandlung deiner Darmprobleme?
  • Oder hast du die Diagnose Reizdarmsyndrom erhalten, und weißt nichts damit anzufangen?
  • Weißt du nicht mehr weiter, weil du diverse Tests auf Allergien und Nahrungsmittelintoleranzen gemacht hast, aber das Ergebnis dir nicht oder nur wenig hilft, deine Verdauungsprobleme zu lindern?
  • Bist du der Verzweiflung nahe, weil du so Ärzte aufgesucht, so viele Medikamente, Therapien und Diäten ausprobiert hast, und deine Reizdarm Symptome trotzdem nicht besser werden?

Diagnose Reizdarm - was ist die richtige Behandlung?

Jetzt musst du selber ran! Die Schulmedizin ist einigermaßen überfordert, wenn es um die Behandlung von Reizdarm geht.

 

Reizdarm wird deshalb als "Syndrom" bezeichnet, weil es eine Kombination von verschiedenen Symptomen und Befunden ist, die meistens zusammen auftreten und von denen man ausgeht, dass sie eine gemeinsame oder ähnliche Ursache haben.

 

Reizdarmsyndrom ist also keine eigenständige Krankheit, sondern ein Oberbegriff für eine ganze Reihe an typischen (und weniger typischen) Symptomen. 

 

Deshalb gibt es leider auch nicht DIE EINE Therapie und noch weniger eine Wunderpille, um deinen Reizdarm zu behandeln oder ihn sogar zu heilen. 

 

Vereinzelt mag das der Fall sein: Jemand verzichtet auf ein ganz bestimmtes Nahrungsmittel, und alle Beschwerden sind behoben. 

 

Jemand anderes findet heraus, dass ein Hefepilz für die Blähungen verantwortlich war. Und ein Dritter bemerkt, dass er eine Weizensensitivität hat. 

Reizdarm Behandlung

Wahrscheinlicher ist jedoch, dass das auf dich nicht zutrifft, wenn du dieses liest. Auch bei mir gibt es nicht nur die eine Ursache für meine Reizdarm Beschwerden.

 

Dummerweise habe ich ungelogen 20 Jahre gebraucht, bis ich meinen Reizdarm in den Griff bekommen habe.

 

Damit du das viel schneller schaffst, habe ich auf dieser Webseite ganz viele Tipps und Infos aus 20 Jahren Erfahrung mit Reizdarmsyndrom zusammengestellt. 

 

Du musst also nur herausfinden, welche der Tipps dir helfen, und zwar durch ausprobieren! Finde die für dich richtige Ernährung, stimmige Lebensweise, Bewegung und Entspannung. 

 

Die Behandlung von Reizdarm erfordert bei den Meisten eine Therapie auf mehreren Ebenen, um langfristig erfolgreich zu sein. Die gute Nachricht ist: Du kannst diese Therapie selbst finden und umsetzen! 

 

Beratung und Unterstützung von Experten und Ärzten kann bei den einzelnen Schritten sinnvoll sein. Aber die Verantwortung für dein Wohlbefinden liegt bei dir, denn niemand kennt deinen Körper so gut wie du. Los gehts!

Wie du deinen Reizdarm selbst behandeln kannst

Reizdarm Behandlung

WICHTIG! 

Deine Diagnose

Ob dein Arzt es einen empfindlichen oder nervösen Darm, Reizdarm, Reizdarm-syndrom, Reizmagen oder Reizmagensyndrom nennt:

Solange Ärzte abgeklärt haben, dass es keine organische oder biochemische Ursache für deine Beschwerden gibt, können die folgenden Schritte dir helfen, deinen Reizdarm selbst in den Griff zu kriegen. 

 

Deine eigene Vermutung und Dr. Google zählen hier nicht! Ein "richtiger" Arzt (ja, genau, eine Person mit Dr-Titel und vielleicht auch einem weißen Kittel) sollte dir dies bestätigt haben!

Die 4 Bausteine, um deinen Reizdarm zu behandeln

Wie schon geschrieben braucht Reizdarmsyndrom eine Behandlung auf mehreren Ebenen:

  1. Deine Ernährung - shit in, shit out. Das leuchtet den meisten Menschen ein, aber nicht jeder richtet sich danach.
  2. Deine Lebensweise - Die eigenen Grenzen akzeptieren, Prioritäten setzen, Erholungszeiten einplanen - dies ist vermutlich der am schwersten nachvollziehbare Punkt deines Therapie-Plans, aber nicht weniger wichtig als die anderen, um langfristig gut mit deinem Reizdarm leben zu können. 
  3. Bewegung & Sport - ähnlich bei der Ernährung ist dies ein Punkt, der einfach nachvollziehbar ist, aber für so Manchen um so schwerer alltagstauglich in die Praxis umzusetzen.
  4. Deine Darmflora

Über die Ernährung deinen Reizdarm behandeln

Reizdarm behandeln

Ein wichtiger Baustein der Behandlung von Reizdarm ist natürlich die Ernährung - aber bei weitem nicht der einzige!

 

Viele haben den Verdacht, dass die Blähungen, Bauschmerzen und Durchfall dadurch entstehen, dass uns etwas nicht bekommt und dass Nahrungsmittelallergien oder Nahrungsmittelintoleranzen Ursache der Reizdarm Symptome sind. 

 

Die Möglichkeit besteht, und daher gehört das auch zu einem der ersten Dinge, die du abklären solltest.

 

Es macht Sinn, zumindest die Klassiker unter den Unverträglichkeiten auszuschließen, falls das nicht bereits im Rahmen der Arztbesuche geschehen ist. 

  • Laktose- und Fructoseintoleranz. Für beide gibt es Atemtests, die du in einem Labor durchführen lassen kannst. Laktose- und Fructoseintoleranzen sind die zwei Dinge, die du auch selbst in Eigenregie testen kannst, wie du hier nachlesen kannst (den Tipp hat mir meine Internistin gegeben).
  • Eine Glutenallergie lässt sich nicht im Selbsttest, sondern über einen Bluttest bestimmen.
  • Eine niedrige Toleranz für Histamine ist leider schwer zu testen, am besten geht dies anhand von einer Eliminationsdiät, über die du auf der Seite Histaminunvertraeglichkeit.net mehr erfährst.        

Verdauung ist eine sehr individuelle Geschichte, und ebenso sollte es unsere Ernährung sein. Deine Ernährung sollte auf die Bedürfnisse deines Reizdarms angepasst sein.

 

Oft ist es gar nicht so einfach zu verstehen, wie genau diese Ernährung denn nun aussehen soll! Es gibt so viele verschiedene Diäten und Ernährungsweisheiten, dass man gar nicht mehr weiß, wo anfangen.

 

Lies weiter, um dich dem Thema Schritt für Schritt zu nähern.

Nachdem du die oben genannten "Klassiker" unter den Nahrungsmittelintoleranzen ausgeschlossen hast, kannst du dich langsam weiter vorarbeiten.  

 

Ich empfehle dir dafür das Führen eines  Ernährungstagebuches, denn:

 

Es macht es einem bewusst, was man isst, und da ist oft ganz einfach viel "Blödsinn" dabei, der nicht sein müsste.

 

Davor ist so gut wie keiner von uns gefeit, aber mit dem Ernährungstagebuch verschaffst du dir einen Überblick und der wird dir helfen, herauszufinden, was dir gut tut und was nicht.

Das Führen des Ernährungstagebuchs wird dich also dafür sensibilisieren, was für Nahrungsmittel du zu dir nimmst.

 

Wie schon erwähnt reagiert jeder Verdauungstrakt oder Reizdarm unterschiedlich auf Nahrungsmittel. Und trotzdem gibt es ein paar allgemein gültige Regeln zur Reizdarm Ernährung, die dir enorm und sehr schnell helfen können. 

Quick Wins  bei der Reizdarm Behandlung

Zucker und Kohlenhydrate reduzieren

Wer Schwierigkeiten mit der Verdauung hat, kann ziemlich wahrscheinlich Zucker schlecht verstoffwechseln. Dazu gehören auch Fruchtzucker (Fructose) in Obst und Kohlenhydraten in Backwaren, Reis, Kartoffeln und vielem mehr.

 

Brot und andere Backwaren nehmen bei uns einen großen Stellenwert ein. Es gibt viele Theorien und widersprüchliche Meinungen darüber, wie gut oder schädlich Getreide im Allgemeinen und Weizen- und Vollkornmehl im Besonderen für uns sind (siehe dazu zum Beispiel das Thema Lektine).

 

Es geht (zumindest im ersten Schritt) nicht darum, diese Produkte grundsätzlich von deinem Speiseplan zu verbannen, aber darum, Zucker zu reduzieren, und das geht sehr leicht dadurch, dass du a) weniger Schokoriegel & Co und b) weniger Kohlenhydrate isst.

 

Zucker zu reduzieren steht an erster Stelle meiner Tipp-Liste. Es ist bei weitem nicht der einzige Baustein zur Reizdarm Behandlung, aber das allein kann deine Reizdarm Symptome schon um einiges reduzieren.

 

Vorsicht: Zucker nicht durch Zuckerersatzstoffe, wie zum Beispiel Sorbit, ersetzen, denn darauf reagiert ein Reizdarm mit großer Wahrscheinlichkeit ebenfalls empfindlich.

Industriell gefertigtes Essen vermeiden.

Klingt einfacher als es ist, denn in den Supermarktregalen findet man industriell verarbeitete Lebensmittel, wo man nur hinschaut. "Industriell verarbeitet" trift auf beinahe alles zu, was verpackt ist.

Reizdarm Behandlung
  • Kaufe möglichst häufig unverpackte Lebensmittel wie frisches Gemüse und frisches Obst. Dann kannst du sichergehen, dass keine Geschmacksverstärker, Konservierungsmittel, Farbstoffe und andere Zusatzstoffe hinzugefügt wurden. Glutamat zum Beispiel bringt meinen Reizdarm sehr schnell auf 180. Das macht sich durch Völlgefühl, Blähungen und Bauchschmerzen bemerkbar. Glutamat kommt mit verschiedenen Namen daher, es versteckt sich hinter Mononatriumglutamat, Geschmacksverstärker und auch den Nummern E 620 bis E 625. Hefeextrakt ist ebenfalls ein Geschmacksverstärker, meistens etwas schwächer dosiert als Glutamat, aber für den empfindlichem Magen und Darm ebenfalls oft schwer verdaulich.
  • Klar geht es nicht immer nur unverpackt, auch bei mir nicht. Bei der Wahl der Nahrungsmittel ist mir wichtig, dass die Anzahl der Nahrungsmittel und Zusatzstoffe bei den Inhaltsangaben durchschaubar und limitiert ist. Natürliche Gewürze und Fette sind vollkommen in Ordnung. Versuche Lebensmittel zu vermeiden, die Inhaltsstoffe enthalten, die du nicht eindeutig als natürlich identifizieren kannst.

Ernährungstagebuch führen

Anhand eines detailliert geführten Ernährungstagebuchs lassen sich oft schon Zusammenhänge zwischen den Nahrungsmitteln (oder Nahrungsmittelgruppen) und den Beschwerden erkennen. 

 

Im Idealfall erkennst du selbst Muster zwischen deinem Essen und deinen Beschwerden. Vielleicht inspiriert dich dein Ernährungstagebuch dazu, ein wenig mit deiner Ernährung zu experimentieren: Fühlst du dich vielleicht bessert, wenn du keinen Kaffee trinkst? Oder keine Schokolade/Kuchen etc. isst? Wenn du morgens statt dem Toast einen Quark mit Obst isst?

 

Sollte dies nicht der Fall sein (weder das Erkennen von Mustern und /oder keine Inspiration), dann rate ich dir, mit einem Ernährungsberater darüber zu sprechen.

 

Diese hier ist zum Beispiel eine online Ernährungsberatung, die ich selbst getestet habe, und die von den meisten Krankenkassen übernommen wird.

 

Ernährungsberater sind darauf geschult, Zusammenhänge zwischen  Verdauungs-beschwerden und der Ernährung aufzudecken.

 

Ein zusätzlicher Benefit: Wer die Erfahrung gemacht hat, von Ärzten müde belächelt zu werden, weil er "nur" ein Reizdarmsyndrom hat, wird bei Ernährungsexperten auf offenere Ohren stoßen. denn dafür sind sie ja da. 

Reizdarm Behandlung

Führe Änderungen in deiner Ernährung Schritt für Schritt durch. 

 

Wenn du deine Ernährung von einem Tag auf den anderen radikal umstellst, ist das für deinen Magen und Darm eine große Herausforderung, die du vermutlich auch erstmal in Form von Verdauungsproblemen zu spüren bekommst.

 

Außerdem sind große Veränderungen des Speiseplans schwierig durchzuhalten.

 

Mein Tipp: Ändere nur eine Sache pro Woche. Zum Beispiel in Woche 1 nur deine Getränke, zum Beispiel von zucker- oder Zuckerersatzstoff-haltigen Limos auf Wasser. In Woche zwei fokussierst du dich zusätzlich auf dein Frühstück, eine Woche später kümmerst du dich außerdem um einen gesunden Nachmittagssnack, und so weiter. 

Übrigens, auf dieser Seite findest du mehr Informationen zu dem Thema Nahrungsmittelintoleranzen, was es mit niedrigen Toleranzen auf sich hat und was der Unterschied zu Allergien ist. 

Zusammenfassung: Kleinere Änderungen im Bereich deiner Ernährung können schon ein großer Schritt zur Behandlung deines Reizdarms oder nervösen Darms sein: Führe ein Ernährungstagebuch (mindestens 3-4 Wochen), reduziere bewusst Zucker und Kohlenhydrate und setze stattdessen auf viel Gemüse und Obst. 

Die Lebensweise ist ein wichtiger Faktor bei der Behandlung von Reizdarm

Reizdarm Behandlung

Diäten kann man nachlesen und nachkochen, aber wenn es um deine Lebensweise geht, gibt es keine Vorlage, die du einfach kopieren kannst.

 

Für mich war dies der schwierigste Baustein von allen. Ich habe mich schon lange "reizdarm-gerecht" ernährt, und ich mache gerne Sport - aber meine Lebensweise auf die Bedürfnisse meines Körpers umzustellen, war eine echte Herausforderung. Das liegt in der Natur der Sache, denn: 

  • "Lebensweise" ist abstrakter Begriff, sie ist nicht sichtbar. Im Gegensatz dazu liegt ein Schnitzel mit Pommes sichtbar und anfassbar (und essbar) auf unserem Teller, und es ist leicht vorstellbar, dass dieses Schnitzel irgendwie mit unseren Reizdarm Symptomen zusammenhängen könnte. (Oder?!) Den Zusammenhang zwischen Magen- und Darmbeschwerden und unserer Lebensweise herzustellen, fällt den Meisten wesentlich schwerer. 
  • Man muss offen sein dafür, seine Lebensweise 1) zu beobachten und 2) zu ändern. Ich kann auch mal eine Diät durchziehen, die ich nicht 100% vertrete, aber bei der Lebensweise geht das nicht. Wenn du nicht dahinter stehst, die Tipps in diesem Bereich anzunehmen, werden sie dir auch kaum etwas bringen.
  • Die Lebensweise zu ändern ist eine langfristige Mission. Das geht nicht von heute auf morgen, sondern nur in kleinen Schritten.
Mission Reizdarm

Das heißt nicht, dass du diesen Baustein auslassen solltest. Lies dir die Tipps durch, lasse sie sacken, vielleicht kehrst du später dazu zurück.

 

Glaube mir, er ist total wichtig! Die Umstellung meiner Lebensweise war es, die mir zum Durchbruch verholfen hat, sprich dazu, gut mit meinem Reizdarm leben zu können.

 

Denn trotz passender Ernährung und Sport hatte ich nach wie vor immer wieder Reizdarm Probleme. Zu viele, um den Aufwand zu rechtfertigen. Erst mit der passenden Lebensweise gab mein Reizdarm Ruhe, und heute bin ich die meiste Zeit beschwerdefrei.

 

Und die andere Zeit esse und tue ich Dinge, die meinem Reizdarm nicht gut tun. Das ist dann quasi kalkuliertes Risiko, um des Genusses und des Spaßes Willen. Muss auch mal sein, aber eben nicht ständig. 

 

Ich versuche den Punkt Lebensweise anhand meiner eigenen Erfahrungen greifbarer zu machen. Für dich können die einzelnen Schritte wiederum ganz anders aussehen, vor allen Dingen, wenn du Familie hast und dich gegebenenfalls um Kinder kümmern musst.

 

Die einzelnen Maßnahmen müssen zu dir passen, und in den Alltag integrierbar sein. Ein bisschen Mühe und Arbeit darf es aber schon kosten, sie in den Praxis umzusetzen. ;-)


Mit einem Tee im Park auf einer Parkbank sitzen und lesen. Das Bäumerauschen und die sonstige Ruhe genießen und abschalten. Der Becher von Contigo* ist mein fast ständiger Begleiter dabei.


Ich treffe mich gerne mit Freunden, gehe ins Kino oder Ausstellungen. Und dennoch habe ich mein Aktivitätslevel in den letzten Jahren deutlich runtergeschraubt.

 

Ich achte darauf, dass ich nicht an zwei Abenden hintereinander unterwegs bin, und die Zeit stattdessen ganz bewusst in Ruhe verbringe: Mit einem Buch auf der Couch oder im Park, beim Yoga oder anderem, nicht kompetitivem Sport.

 

Zu dem "kompetitiven" versus "nicht kompetitiven" Sport unten mehr. An diesen Abenden schalte ich ab, fahre einen Gang runter lass die Eindrücke der vergangenen Tage sacken.  


Achte ich nicht auf diesen Wechsel zwischen Aktivitäten und bewusster Ruhe, fällt es mir zunehmen schwer abzuschalten.

 

Der Kinofilm und die Gespräche in der vollen und lauten Bar wirken nach. Kommen am nächsten Tag wieder neue Eindrücke hinzu, führt dies schnell dazu, dass in meinem Kopf konstant Hochbetrieb herrscht.

 

Durchaus Hochbetrieb mit schönen Dinge, aber der volle Kopf hält mich davon ab, mich zu entspannen. Die zunehmende Anspannung in meinem Kopf wirkt sich auf meinen ganzen Körper aus, inklusive meines Darms.

 

Reize überfordern mich schnell, ich bin hochsensibel. Ein "Zuviel" an Lärm, Menschen und Trubel entzieht mir Energie. 

"Hochsensibel durch den Tag"* ist ein unglaublich hilfreiches Buch mit vielen praktischen Tipps zum Thema Hochsensibilität. Auch für hochsensible "Einsteiger" sehr zu empfehlen. 


Es gibt Menschen, bei denen ist das genau andersrum. Vielleicht gehörst auch du zu den Leuten, die so richtig aufblühen, wenn sie unter Menschen sind und möglichst viel los ist? 

 

Meine Theorie ist, dass dies bei Menschen mit Reizdarmsyndrom eher nicht der Fall ist, dass sie eher zur Hochsensibilität neigen (siehe dazu auch meinen Beitrag über Fibromyalgie). Aber das ist eine bloße Vermutung. 

Mir fiel die Umstellung meiner Lebensweise anfangs sehr schwer. Aber ich stelle fest, wie viel besser ich mich fühle, seitdem ich bewusst Ruhe- und Sendepausen einplane. Und dass ich die Zeit, die ich in Gesellschaft und mit Aktivitäten verbringe, dafür intensiver genieße. 

 

Es müssen nicht gleich ganze freie Abende sein. Soziale Bedürfnisse und Verantwortungen sind unterschiedlich, und sie können sich im Laufe der Zeit verändern.

 

Pass deine Ruhepausen auf deinen Alltag an, vielleicht reichen kleine Pausen im Arbeitsalltag, in denen du mal ganz bewusst abschaltest (anstatt dich auch an der Kaffeemaschine noch mit Kollegen über das laufende Projekt auszutauschen!). Ausprobieren.

Was mir außerdem sehr viel hilft, ist meine tägliche Yoga-Einheit. Dabei konzentriere ich mich ganz bewusst auf meinen Körper.

 

Es muss ja nicht unbedingt Yoga sein, es gibt viele verschiedene Entspannungstechniken von Progressiver Muskelentspannung über Meditation, Autogenes Training, ein regelmäßiger Gang in die Sauna,...

 

Die Idee ist, mit dem Kopf nirgendwo anders unterwegs zu sein als im hier und jetzt. Nicht an die nächsten Termine denken oder gedanklich die Einkaufsliste vervollständigen. Verpflichtungen und Sorgen haben Pause. 

 

Einfach nur "da sein" und "genug sein". Das muss nicht auf einer spirituellen Ebene passieren, kann es aber natürlich. Ich kann mit Spiritualität leider wenig anfangen, aber mir fallen keine besseren Worte dafür ein als der Einklang von Körper, Geist und Seele.

 

Es passiert dann auch nichts "gigantisches" in meinem Kopf, kein Feuerwerk, keine Erleuchtung.

 

Es breitet sich einfach ein Wohlbefinden in mir aus. Es herrscht Ruhe in meinem Kopf.

 

Das ist unglaublich erholsam, nicht nur für meinen Kopf, sondern auch für meinen Reizdarm.


Entspannung lernen und lehren - Ihr Reiseführer durch die Welt der Entspannungstechniken*

 

Einfach zu lesen, kurzweilig, und es deckt verschiedene Entspannungstechniken von progressiver Muskelentspannung, Autogenes Training über Atemtechniken bis hin zu Meditation ab, inklusive Übungen zum Reinschnuppern.

 

Mir gefallen besonders gut die Zitate und Anspielungen auf Dichter, Denker und Momo.

 

Mit Kindle Unlimited kannst du es sogar kostenlos lesen. 



Zusammenfassung: Tue bewusst Dinge, die dir gut tun. Kleine Pausen, die du in deinen Alltag einbaust, oder vielleicht schaffst du mehr Zeit für dich und das neue Buch auf der Couch. Einfach mal nichts müssen. Und das regelmäßig :-).

Sport als Teil der Reizdarm-Therapie

Reizdarm Behandlung

Nicht jeder hat großen Spaß an Bewegung. Genau wie ich es schon zu dem Punkt "Lebensweise" geschrieben habe, ist es wichtig, dass der Sport sich in den Alltag einbauen lässt. 

 

Sport aktiviert den Stoffwechsel und regt die Darmtätigkeit an. Bewegung löst Blähungen, verkleinert dadurch den Blähbauch, und das Rütteln der Bewegung regt die Darmtätigkeit an.

 

Als wäre das noch nicht genug, hebt Sport außerdem die Stimmung. Und wer will das nicht, ob nun mit oder ohne Reizdarm?!

Sportliche Ziele zu erreichen macht glücklich.

 

Aber Vorsicht vor hoch gesteckten Zielen: Wir können uns am besten entspannen, wenn wir gemütlich sporteln. Dann können wir besser abschalten und unanstrengenden Gedanken freien Lauf lassen. 

 

Ich betone deshalb so sehr, weil ich selbst sehr anfällig für "harte Workouts" bin. Zwar fühle ich mich gut bis glücklich, wenn ich das Zirkeltraining überlebt habe, aber entspannt bin ich wahrlich nicht.

 

Während des Trainings habe ich im wahrsten Sinne des Wortes alle Hände voll zu tun, das Optimum aus meinen Muskeln rauszuholen. Und am besten auch noch mehr als der Nachbar an dem selben Gerät (aka "kompetitiver Sport"). Anspannung und Adrenalin pur. 

 

Wichtiger als intensiver Sport ist die Regelmäßigkeit. Und nicht gleich in die Vollen zu gehen, wenn du bislang eher wenig Sport gemacht hast. Steigere dich langsam.

 

Vermeide den Fitnessstudio-Jojo-Effekt: Von der Couch-Potatoe zum "Im Fitnesstudio kennt mich jeder mit Namen" mag erstmal Spaß machen, aber die Euphorie hält meistens nur wenige Wochen an. Und wenn der Glanz ab ist, ist er ab.

 

Lieber anfangs nur 1x die Woche trainiere und dann langsam auf 2-3x die Woche erhöhen. Wähle einen Sport, der dir Spaß macht oder zumindest nicht zuwider ist, was bei genauerer Betrachtung dann vielleicht nicht das Fitness-Studio ist.

 

Fitness-Studios sind für Viele die einfachste und bequemste Art zu sein, Sport zu machen, aber nicht unbedingt die spaßigste und interessanteste. Probiere auch einfach mal was Neues aus, vielleicht musst du deine Lieblingssport einfach noch entdecken?  

Zusammenfassung: Ich glaube, bei diesem kurzen Kapitel braucht es keine Zusammenfassung. Na gut, dann eben doch: Hopp hopp, bewege dich!

Behandlung Reizdarmsyndrom

Ich weiß nicht, ob du mitgezählt hast. Fall ja wird dir aufgefallen sein, dass hier noch die Nummer 4 fehlt. Die Darmflora!

 

Ebenfalls super wichtig, daher werde ich mir ein wenig Zeit nehmen für dieses Thema. Also, Tee trinken, entspannen ;-) und in Kürze mal wieder auf dieser Seite vorbeischauen!

Medikamente zur Behandlung von Reizdarm

Auch wenn manche Medikamente nicht dazu gedacht sind, den Reizdarm zu behandeln und die Ursache von Reizdarm verschlimmern (Stichwort "leaky gut"), manchmal braucht man einfach schnelle Hilfe gegen Reizdarm Symptome. 

 

Und nicht alle Medikamente sind schlecht. Die hier gelisteten Medikamente gibt es rezeptfrei. Die Empfehlungen beruhen auf meinen persönlichen Erfahrung mit Reizdarm Medikamenten. Also einfach mal selber testen, was hilft.

Reizdarm behandeln und die Lebensqualität steigern

Du hast es in der Hand, deinen Reizdarm zu behandeln. Übernimm die Verantwortung für dein Wohlbefinden, deine Gesundheit und deine Lebensqualität und mache den ersten Schritt (nach oben scrollen und nochmals bei Nummer 1 beginnen zu lesen).