Reizdarmsyndrom behandeln

Reizdarmsyndrom was tun?

Diagnose Reizdarm, was nun? Jetzt musst du selber ran!

Leider gibt es keine Wunderpille gegen Reizdarm. Ich habe ungelogen 20 Jahre gebraucht, bis ich meinen Reizdarm in den Griff bekommen habe. Damit du das schneller schaffst, habe ich auf dieser Webseite ganz viele Tipps und Infos aus 20 Jahren Erfahrung mit Reizdarmsyndrom zusammengestellt. Du musst nur noch herausfinden, welche der Tipps dir helfen, und zwar durch ausprobieren: Die für dich richtige Diät, die passende Therapie und einen stimmigen Lebensstil finden.

Klingt kompliziert? Glaube mir, die Mühe ist es wert. Du bekommst viel Lebensqualität zurück. 

Finde die Ursache deiner Reizdarmbeschwerden - du hast es in der Hand!

Reizdarmsyndrom Ernährungstagebuch
Ein Ernährungstagebuch hilft, die Ursache für Reizdarmbeschwerden aufzudecken

Niemand außer dir selbst kennt deinen Körper so gut wie du und kann fühlen, was in deinem Körper vor sich geht. Wissen, was isst und trinkst. Erleben, wie sich die Aufgaben und Herausforderungen des Alltags auf dich auswirken. 

 

Manchmal sind uns diese Dinge  aber gar nicht bewusst, und wir müssen erst einmal unsere Aufmerksamkeit darauf lenken. Dabei kann dir ein Ernährungs-tagebuch helfen.


Ernährungstagebücher sind nicht nur voll im Trend, sie bringen auch wertvolle Informationen zu Tage: zu unseren Essensgewohnheiten und der Reaktion unseres Körpers auf die Nahrungsmittel. Für deinen Arzt oder Ernährungsberater wird dein Ernährungstagebuch ein Schatz an Informationen sein. 

Reizdarmsyndrom behandeln - Schritt für Schritt

  1. Diagnose Reizdarm: Auch wenn die vielen Untersuchungen nervig sind, Reizdarmsyndrom ist keine Selbstdiagnose. Ärzte müssen mehrere Untersuchungen durchführen, um schwerwiegende Krankheiten ausschließen. Die Diagnose erfolgt in der Regel anhand der "S3 Leitlinie Reizdarm". (Die Leitlinien sind nicht besonders spannend, aber wenn du trotzdem mehr darüber erfahren möchtest, findest du ausführliche Infos auf ReizdarmOne.) Das kann eine Weile dauern und den Besuch verschiedener Ärzte erfordern. Dran bleiben!
  2. Eine Stuhlprobe machen lassen. Das kann der Hausarzt oder Heilpraktiker veranlassen. Damit lässt sich zum Beispiel überprüfen, wie es um deine Darmflora steht, oder ob dein Darm löchrig ist (aka "leaky gut"). Anhand der Ergebnisse lässt sich eine individuelle Therapie und Ernährung planen.
  3. Mit einem Ernährungsexperten über die passende Ernährung für deinen Darm (entsprechend der Stuhlprobe) sprechen. Viele Krankenkassen übernehmen eine gewisse Anzahl an Beratungsstunden durch zertifizierte Beratungsstellen (zum Beispiel diese hier). Dein Ernährungsberater wird dich wahrscheinlich bitten, ein Ernährungstagebuch zu führen. 
  4. Lebensstil anpassen. Ständige Magen- und Darmprobleme, die vielen Untersuchungen und gegebenenfalls noch eine Ernährungsumstellung - das ist stressig!  Meditation, Yoga, Laufen, Schwimmen,... Finde heraus, was dir gut tut. Tue diesen Punkt nicht leichtfertig ab, er ist genau so wichtig wie die Punkte 1-3!
  5. Nicht aufgeben! Ich habe zig Diäten ausprobiert, und das geht vielleicht auch dir so. Dann heißt es, Arschbacken zusammenbeißen und weiter forschen. Psychische Probleme wie Depressionen sind immer noch ein Tabuthema. Mir hat letzten Endes eine Psychotherapie zum Durchbruch verholfen, kombiniert mit der richtigen Ernährung. 
  6. Ergebnisse festhalten und Annahmen überprüfen. Schreibe auf, was du gut oder nicht gut verträgst, was deinem Körper gut tut, wie viele Auszeiten du pro Tag benötigst - all das, was du herausgefunden hast, damit es dir besser geht. Ein Blick in die Aufzeichnungen kann Wochen/Monate später einen wahren Aha-Effekt erzielen. Andererseits verändert sich dein Körper mit der Zeit. Dinge, die du früher nicht gut vertragen hast, kannst du heute eventuell beschwerdefrei essen (das trifft nicht bei Allergien zu!). Erstelle eine "rote Liste" mit Lebensmitteln, auf die du empfindlich reagierst und überprüfe sie von Zeit zu Zeit.

Pobacken zusammenkneifen und durch?! - Reizdarm Medikamente

Auch wenn manche Medikamente die Ursache von Reizdarm verschlimmern (Stichwort "leaky gut"), manchmal braucht man einfach schnelle Hilfe gegen akute Bauschmerzen, Blähungen oder Durchfall: Und nicht alle Medikamente sind schlecht. Die hier gelisteten Medikamente gibt es rezeptfrei. Die Empfehlungen beruhen auf meinen persönlichen Erfahrung mit Reizdarm Medikamenten. Also einfach mal selber testen, was hilft. 

Lebensqualität trotz Reizdarm

Du hast es in der Hand. Übernimmt die Verantwortung für dein Wohlbefinden, deine Gesundheit und deine Lebensqualität. Los gehts! Mach noch heute einen Termin bei deinem Arzt oder deiner Ärztin des Vertrauens. Und wenn du noch keinen hast, dann suche jetzt nach jemanden Neues und vereinbare einen Untersuchungstermin!