Mit Reizdarm auf Reisen

Reizdarmsyndrom Reisen Tipps

Mit Reizdarm in den Urlaub

Was, wenn ich auf dem Flug starke Blähungen bekomme? Das bekommt der Sitznachbar sicher mit. Bei der Stadtbesichtigung Durchfall habe? Oder im Zug starke Bauchschmerzen? 

 

Hast du dir diese Fragen selbst schon mal gestellt? Reizdarm schränkt die Lebensqualität im Alltag ein, und im schlimmsten Fall vermiest er einem auch noch den Urlaub.

 

Das muss aber nicht so sein! Ich reise gerne, und damit ich meine Reise trotz Reizdarm genießen kann, habe ich sicherheitshalber immer die folgenden Dinge im Gepäck: 

Medikamente bei Reisen mit Reizdarm

  • Iberogast - meine Nummer 1 gegen diverse Reizdarm Beschwerden. Meiner Erfahrung nach nutzt sich die Wirkung bei längerfristiger Dauer ab, aber darüber hinaus ich habe bislang keine Nebenwirkungen feststellen können. Achtung, angefangene Flaschen laufen unterwegs gerne aus. Daher habe ich auf Reisen immer die kleinste Einheit (20ml) dabei. Auf Amazon kaufen.
  • Gegen Durchfall hilft mir
    • akut: Imodium*, beziehungsweise ich nehme das günstigere Lopedium
    • Flohsamenschalen*. Ich habe immer eine kleine Menge in einer mini Tupperdose* dabei und nehme die Flohsamenschalen bei Bedarf, oder auch vorbeugend. 
  • Gegen Blähungen: ein entschäumendes Mittel, zum Beispiel Lefax*. Gibt es als Granulat, Tabletten oder Flüssigkeit. 
  • Gegen Magenkrämpfe und Bauchschmerzen: Buscopan* entkrampft, und es gibt das Mittel zusätzlich zu dem entkrampfenden Wirkstoff auch noch in Kombination mit einem Schmerzmittel ("plus!"). Vielleicht reicht das krampflösende Mittel allein ja schon aus. Einfach mal ausprobieren.

Bis auf die Flohsamenschalen ist keines der Mittel zur dauerhaften Behandlung von Reizdarm gedacht. Siehe auch die ausführlicheren Infos zum Thema Reizdarm-Medikamente auf dieser Seite

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Packliste für das Reisen mit Reizdarm
Eine Packliste und Tipps für das Reisen mit Reizdarm.
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Flugreisen mit Reizdarm

Im Flugzeug habe ich häufig Probleme mit Blähungen, vor allen Dingen auf Langstreckenflügen. Denn im Flugzeug dehnen sich Gase im Darm aus und der Mangel an Bewegung fördert die Luftansammlung zusätzlich.

 

Vor dem Flug gehe ich immer sicher, dass ich Lefax und Iberogast im Handgepäck (nicht nur in dem Gepäck, das ich aufgebe!) habe. Iberogast, zumal die 20ml, sind bei mir bislang immer anstandslos durch die Sicherheitskontrolle gegangen.

 

Bei den Mahlzeiten bin ich zurückhaltend, da mein Reizdarm während des Fluges besonders sensibel reagiert. Das liegt zum einen an den oben beschriebenen Gasen, zum anderen aber auch daran, dass ich vor dem Flug aufgeregt bin.

 

Im positiven Sinne, aber mein Reizdarm bewertet dies trotzdem als Stress, und reagiert in Folge empfindlich auf jeden weiteren Reiz. Auf Flugreisen hilft es mir, wenn ich möglichst wenig fodmaps und Zucker zu mir nehme.

 

Das bedeutet in der Praxis, auf Essen mit Soßen (lieber trockener Reis) und das Dessert zu verzichten. Mehr Tipps findest du in dem kostenloseren PDF "Reizdarm auf Reisen". 

 

Ein Glas Rotwein beim Essen entspannt meinen Darm - auf das zweite oder dritte Glas trifft das leider nicht mehr zu. Mit Alkohol eher sparsam sein!

Essen auf Reisen mit Reizdarm

Damit ich nicht hungern muss, habe ich immer folgendes im Handgepäck:

  • eine kleine Banane
  • eine dunkle Schokolade
  • Nüsse: Walnüsse, Haselnüsse, Paranüsse, Pekannüsse (keine Erdnüsse und keine Cashews, wegen der fodmaps!)
  • Manchmal nehme ich auch einen Nussriegel mit, aber ich finde es schwierig welche zu finden, die ich wirklich gut vertrage, sie enthalten meistens zu viel Zucker, daher lieber die unverarbeiteten Nüsse.
  • Oft habe ich auch Beef Jerky dabei, wobei es dabei wirklich ganz wichtig ist, auf die Qualität zu achten (ich esse gerne dieses hier*).
  • Manchmal packe ich (laktosefreien) Käse ein, der natürlich eine begrenzte Haltbarkeit außerhalb des Kühlschranks hat.
  • Zu einer vollwertigen Mahlzeit werden die Snacks, wenn ich rohes Gemüse einpacke: Karotten, Gurke und Kohlrabi sind meine Favoriten.
  • Während der kalten Jahreszeit habe ich immer meinen Thermosbecher mit Kräuter- oder Grüntee dabei. Und Teebeutel als Ersatz, denn mein eigener Tee schmeckt mir besser als der Tee und Kaffee, der im Flugzeug angeboten wird. Das Flugpersonal war bislang immer bereit, den Becher mit heißem Wasser aufzufüllen.

Thermosbecher von Contigo* - immer einen warmen Tee für unterwegs

Ich liebe die Thermosbecher von Contigo. Sie halten garantiert dicht und warm, und zwar für Stunden. Ich fülle das heiße Wasser immer nur bis zu der Linie im Becher ein, lasse den Tee ziehen und fülle dann den Rest mit kaltem Wasser auf, so hat der Tee gleich die richtige Trinktemperatur.


Mit Reizdarm im Restaurant

In Restaurants wähle ich ein Gericht, dessen Komponenten möglichst wenig hinzugefügt wurde. Das sind zum Beispiel Fisch mit Reis und Gemüse, oder einem Steak mit Kartoffeln.

 

Auch hier vermeide ich Soßen, da sie fast immer entweder Geschmacksverstärker und/oder Zwiebeln und Knoblauch enthalten. Wenn gar nichts auf der Speisekarte geht: Einen Salat mit Öl und Essig gibt es aber fast immer. 

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