Intervallfasten bei Reizdarm

Intervallfasten Erfahrung

Intervallfasten Erfahrung bei Reizdarm

Ich bin spät dran, was den Trend des Intervallfastens betrifft. Schon vor gut zwei Jahren marschierte das Thema Intervallfasten durch alle Medien.

 

Ich habe ganz einfach ein bisschen länger gebraucht, beziehungsweise probiert, bis ich herausgefunden habe, dass Intervallfasten meinem Reizdarm gut tut und in welcher Form es am besten in meinen Alltag passt. 

 

Beim Intervallfasten (oder intermittierendem Fasten) verzichtest du in einem bestimmten Zeitfenster auf Nahrung. Um genauer zu sein verzichtest du auf die Aufnahme jeglicher Kalorien, ob in Form von Essen oder Getränken. In der Regel sind dies 16 Stunden.

 

Intervallfasten werden eine Menge positiver Folgen zugeschrieben, die populärste darunter ist der Gewichtsverlust. Intervallfasten wird in erster Linie als Mittel zur Gewichtsabnahme eingesetzt. Und wie hilft Intervallfasten bei Reizdarmsyndrom, oder anderen Magen- und Darmbeschwerden?

Wer mehr über Intervallfasten erfahren möchte, findet mehr Infos dazu in dem Spiegel-Bestseller "Intervallfasten"* von Dr. Med. Petra Bracht, Ärztin für Allgemeinmedizin und Naturheilverfahren, spezialisiert auf Ernährungsmedizin.


Wer wie ich viel Erfahrung mit Reizdarm gemacht hat, ist experimentierbereit. Das Intervallfasten macht es dir insofern einfach, als dass du nichts anderes isst als vorher auch.

 

Das heißt du brauchst keine Intervallfasten Rezepte, du musst deine Speisekammer nicht umsortieren und einen Ernährugsplan ist ebenfalls überflüssig.

 

Es gibt zwar Intervallfasten Apps, aber das Prinzip des Intervallfastens ist so einfach, dass es nichts anderes als ein wenig Durchhaltevermögen braucht. Intervallfasten Apps oder Programme sind meiner Meinung nach überflüssig.

Intervallfasten senkt Entzündungsmarker

intervallfasten-erfolge

Was hat es also mit dem Intervallfasten in Zusammenhang mit Reizdarm auf sich? Ein wichtiges Stichwort ist "Autophagie". Autophagie ist ein Regenerations- und Erneuerungsprozess, und gewissermaßen die körpereigene zelluläre Müllabfuhr.

 

Autophagie sorgt dafür, dass abgestorbene, kaputte oder kranke Zellen abgebaut werden, indem sie sich selbst verdauen. Voraussetzung ist, dass die Energiezufuhr gekappt wird, und zwar für mindestens 14 Stunden.  

Zellreinigung also, zudem das Senken des Insulinspiegels, der vor lauter Zwischenmahlzeiten (ich bekenne mich schuldig!) gar nicht die Chance hat, sich irgendwo einzupendeln,  schon gar nicht auf einem niedrigen Niveau.

 

Autophagie soll außerdem bei der Behandlung und Vorbeugung von Entzündungen helfen, was sich daran ablesen lässt, dass Entzündungsmarker runter gehen.

 

Wer das Thema "leaky gut" oder Magenschleimhautentzündung kennt, vielleicht sogar aus eigener leidvoller Erfahrung, weiß, worauf ich mit dem Intervallfasten hinaus will!

Wie setze ich Intervallfasten um?

Wie die meisten Menschen kann ich die Fastenphase am leichtesten einhalten, wenn ich die Nacht als einen Teil der Essenspause nutze.

 

Für mich bedeutet das konkret, dass ich nach 16 Uhr nichts mehr zu mir nehme. Außer Wasser und Kräutertees. Am nächsten Morgen starte ich gegen 8 Uhr mit einem Frühstück in meinen Tag. Alternativ köannst du morgens fasten, und ab 12 Uhr die erste und zwischen 18 und 20 Uhr die letzte Mahlzeit zu dir nehmen. 

Ich würde empfehlen, beides auszuprobieren. Denn obwohl ich lange der Meinung war, nicht auf Frühstück verzichten zu können, fiel mir dies nach einiger Zeit gar nicht mehr schwer. Da ich aber gerne abends früh schlafen gehe, und das nicht mit vollem Magen, habe ich angefangen mein Fastenintervall gegen 16 Uhr zu beginnen. 

 

"16:8" ist hier die Devise, also 16 Stunden Fasten und in einem Zeitfenster von 8 Stunden essen. Im Grunde ist es egal, in welchem Zeitraum du die 16 Fasten und in welchen die 8 Stunden Essen legst. 

Intervallfasten Erfahrung mit nur einer Mahlzeit pro Tag

Wer das Intervallfasten auf die Spitze treiben oder ganz einfach der Autophagie noch mehr Zeit geben  möchte, steigt auf nur eine Mahlzeit pro Tag um.

 

Wie Professor Frank Madeo, Biochemiker: Am Institut für Molekulare Biowissenschaften an der Karl-Franzens-Universität in Graz untersucht Professor Madeo, welche Auswirkungen das periodischem Fasten auf den menschlichen Organismus hat. In einem Spiegel-Interview spricht er über diese Studie und warum er nur einmal pro Tag eine Mahlzeit zu sich nimmt. 

 

Vielleicht probiere ich das mit der einen Mahlzeit pro Tag auch mal aus. Irgendwann. 

Kaffee während des Intervallfastens

Für viele Menschen ist dies ein ganz elementarer Punkt: Kann ich während des Intervallfastens Kaffee trinken? Und wenn ja, wie?

 

Ich habe mir angewöhnt, meinen Kaffee schwarz zu trinken. Wenn ich denn Kaffee trinke, denn grundsätzlich vertrage ich Kaffee nicht gut. Aber ich habe mich an den Genuss von schwarzem Kaffee gewöhnt.

 

Ich schmecke stärkere Unterschiede zwischen verschiedenen Kaffeesorten raus: Ist der Kaffee eher fruchtig, nussig-schokoladig oder kräftig? Geschmacksnoten, die ich normalerweise in aufgeschäumter Milch ertränken würde. 

Und falls "schwarz" für dich keine Option sein sollte: Der bereits erwähnte Professor Madeo sagt in einem Interview: "Trinken Sie [...] Kaffee mit gutem Gewissen, aber am besten schwarz oder mit pflanzlich basierter Milch, wie Mandel- oder Kokosmilch." Prost!