Auslassdiät

Mit der Auslassdiät Nahrungsmittelintoleranzen und Sensitivitäten testen

Mit der Auslassdiät Nahrungsunverträglichkeiten identifizieren

Nahrungsmittelunverträglichkeiten (auch Nahrungsmittelintoleranzen) lassen sich nicht wie Allergien über einen Prick- oder Bluttest ermitteln. Aber mit einer Auslassdiät lässt sich relativ zuverlässig feststellen, welche Lebensmittel Beschwerden wie Blähungen, Magenkrämpfe oder Durchfall verursachen. Die Diät erfordert jedoch viel Disziplin und muss eisern durchgezogen werden, um erfolgreich zu sein. Am besten machen Sie die Diät in Begleitung eines Arztes oder Ernährungsberaters, da diese die richtigen Schlüsse ziehen und die weitere Vorgehensweise bestimmen können. 

Die Basisdiät

Die Auslassdiät startet mit einer Basisdiät. In den ersten drei Tagen nehmen Sie nur Kartoffeln oder oder Reis zu sich. Würzen Sie nur mit Salz und Pfeffer und etwas Oliven- oder Sonnenblumenöl. Trinken Sie Wasser, keine anderen Getränke. In oder am Ende der drei Tage sollten Sie keine Symptome wie Blähungen, Bauchschmerzen (nicht zu verwechseln mit Hungergefühl) oder Durchfall mehr haben. Sollte dies doch der Fall sein, suchen Sie auf jeden Fall einen Arzt auf!

Nach den ersten drei Tagen der Auslassdiät

Nach den drei Tagen ergänzen Sie jeden Tag ein Lebensmittel. In den ersten Tagen empfehlen sich Gemüsesorten, um die Vitamine wieder auf den Speiseplan zu bringen. Pro Tag immer nur eine Sorte ergänzen. Kochen, garen, dämpfen oder braten Sie das Gemüse (mit Öl, Salz und Pfeffer, keine weiteren Gewürze oder Saucen verwenden), da es so leichter verträglich ist als roh. 

Notieren Sie in einem Ernährungstagebuch minutiös, was Sie zu sich nehmen und ob und wie Ihr Körper darauf reagiert, und zwar den ganzen Tag lang, denn nicht immer reagiert der Körper direkt nach der Mahlzeit. 

Wann immer ein Lebensmittel Bauchschmerzen oder Durchfall oder Blähungen hervorruft, streichen Sie es wieder vom Speiseplan und nehmen Sie es auf Ihre Unverträglichkeitsliste auf. 

Woche zwei der Auslassdiät

Nach ungefähr einer Woche können Sie auch Milchprodukte wieder zu sich nehmen, ebenfalls nur ein Produkt nach dem anderen, und nur in purer Form (zum Beispiel Naturjoghurt, kein Erdbeerjoghurt, da dieser mehrere Zutaten enthält). Nehmen Sie nur dann weitere Milchprodukte auf, wenn Sie keine unmittelbaren Symptome wie Durchfall oder Übelkeit verspüren.

Bleiben Sie diszipliniert und ergänzen Sie immer nur ein Produkt pro Tag und notieren das Ergebnis. 

Woche drei der Auslassdiät

In der dritten Woche können Sie jeden Tag eine Obstsorte hinzufügen, am besten geschält, um zu verhindern, dass Behandlungsmittel Ihre Diät beeinflussen. 

Ab Woche vier können Sie jeden Tag auch ein Produkt hinzufügen, dass aus mehreren Lebensmitteln besteht, wie zum Beispiel Brot. Bleiben Sie bei ein und derselben Brotsorte pro Tag, um das Ergebnis nicht zu verfälschen.

Spüren Sie zu irgendeinem Zeitpunkt der Diät eine eindeutige Reaktion auf das Lebensmittel, sollten Sie es auf die Unverträglichkeitsliste aufnehmen. 

 

Sollte das Ergebnis unklar sein oder Sie sich unsicher sein, was Sie Essen können und was nicht, besprechen Sie das Ergebnis mit einem Arzt oder Ernährungsberater. 

Wenn die Auslassdiät keine Ergebnisse liefert

Sie wissen nach der Auslassdiät immer noch nicht, welche Lebensmittel Verdauungsproblemen oder Bauchschmerzen auslösen? Möglicherweise sind nicht einzelne Lebensmittel, sondern eine Kombination aus Lebensmitteln oder einzelne Bestandteile für Ihre Magen- und Darmprobleme verantwortlich. Das trifft vor allen Dingen auf Reizdarm Betroffene häufig zu. An dieser Stelle kann die low-fodmap Diät weiterhelfen.