Advent, Advent, der Reizdarm brennt!

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Magenprobleme in der Weihnachtszeit

Die Weihnachtszeit ist jedes Mal eine Härtetest für meinen Magen und Darm. Glühwein, Lebkuchen und diverse Weihnachtsfeiern sorgen dafür, dass meine Verdauung leicht bis mittelschwer aus dem Takt gerät und die Produktion meiner Magensäure auf Hochtouren läuft. 

 

Silvester ist der Höhepunkt, ich schlittere mit Sodbrennen ins neue Jahr. Da fällt es mir leicht, diverse gute Vorsätze wie "gesund essen", "weniger Alkohol", "weniger Zucker" umzusetzen. Für ein paar Wochen zumindest, bis der Blähbauch wieder verschwunden und der Stuhlgang sich vom Durchfall auf eine "normale" Frequenz eingependelt hat. 

Mit Reizdarm besser durch die Weihnachtszeit

In den letzten Jahren habe ich mir ein paar Taktiken und Tricks angewöhnt, mit denen ich viel magen- und darmschonender durch die Weihnachtszeit komme als oben beschrieben. Es macht wesentlich mehr Spaß, beschwerdefrei die Weihnachtsfeiertage zu genießen. 

Glühwein für meinen Reizdarm

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Ich kann den Glühwein, Punsch und Co auf dem Christkindlmarkt nicht ausstehen. Schlechte Qualität, viel zu viel Zucker und dann auch noch teuer.

 

Trotzdem möchte ich nicht auf die gesellige Weihnachtsstimmung verzichten, und deshalb nehme mir meinen eigenen Glühwein mit. Kein Witz! In dem Thermobecher*, der normalerweise feinsten Kräutertee enthält, fülle ich nun feinsten Bio-Glühwein. Den bekomme ich im Bio-Supermarkt. Der Glühwein hat wesentlich weniger Zucker und mehr Geschmack. Selber machen ist natürlich noch besser, aber dafür bin ich zu faul.

 

Klar findet so mancher es schrullig, dass ich meinen eigenen Glühwein dabei habe. Aber die meisten meiner Freunde sind dann doch neidisch, weil mein Glühwein wesentlich besser schmeckt und außerdem nicht kalt wird. In Gegensatz zu ihnen, die beim letzten halbwarmen Zuckerschluck aus ihrer Tasse das Gesicht verziehen, kann ich meinen Glühwein bis zum letzten Schluck genießen. 

 

Ist der Glühwein dann wirklich "besser" für den Magen und Darm? Nein, Glühwein taugt definitiv nicht zur Behandlung von Magen- und Darmproblemen! Das heißt  wenn ich schon vor dem Weihnachtsmarktbesuch Bauchweh oder Blähungen habe, werden sie auch durch diese Variante schlimmer. Mit den hier aufgelisteten Tipps beuge ich jedoch vor, dass es Bauchschmerzen, Übelkeit und Sodbrennen überhaupt erst auftreten. 

 

Und um mal realistisch zu bleiben: Ich gehe 2, maximal 3 mal in der Weihnachtszeit mit Glühwein im Gepäck auf den Weihnachtsmarkt. Die meiste Zeit ist eben doch der feine Kräutertee in meinem Thermobecher.  

Lebkuchen und Weihnachtsschokolade für meinen Reizdarm

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In der Weihnachtszeit kann man dem Überangebot an Zucker kaum aus dem Weg gehen. Manchmal will ich es auch gar nicht. Denn natürlich schmecken mir Lebkuchen, Spekulatius und Schokolade auch!

 

Wichtig ist, dass ich dabei Maß halte. Ich teile mir eine tägliche kleine Ration zu und setze auf Qualität statt Quantität. Elisenlebkuchen aus der Bio-Bäckerei, selbstgebackene Spekulatius (Mama bäckt die besten!) oder der Kopf eines dunklen Schokoweihnachtsmannes - das muss sein.

 

Kennst du den Gedanken "Jetzt habe ich schon gesündigt, dann kann ich den Rest (der Lebkuchenpackung, des Weihnachtsmannes,...) auch noch essen!"?! Ja, passiert hin und wieder mal. Und rächt sich bei mir prompt mit Blähungen und Bauchschmerzen. 

 

25, maximal 50g Zucker sollten wir täglich zu uns nehmen, schreibt Die Zeit und verweist auf eine Studie der Weltgesundheitsorganisation. "Das strenge WHO-Limit ist bereits mit dreieinhalb traditionellen Zimtsternen erreicht". Tja.

 

Auch mit Zucker in Form von Fruchtzucker gehe ich vorsichtig um. Eine Mandarine oder eine Orange pro Tag, das muss reichen. Wenn doch mehr, dann als Ersatz für die oben erwähnte Schokolade. Denn auch Fruchtzucker ist Zucker, und für den empfindlichen Darm schwer zu verdauen.  

Hilfe bei Blähungen, Bauchschmerzen und Sodbrennen

Mir hilft außerdem

  • Käsepappeltee (Blaue Malve)bei gereizter Schleimhaut. Ist zum Beispiel in dem "Glückstee" von Sonnentor* enthalten, den ich sehr gerne mag. Macht sich super im Thermosbecher :-)
  • Ich trinke allgemein wenig Kaffee, und in Zeiten, in denen mein Magen und Darm extra beansprucht werden, verzichte ich komplett darauf. Denn Kaffee regt für mich sehr direkt spürbar die Magensäureproduktion an, und Sodbrennen ist die Folge. 
  • Ich verzichte auf Getränke mit Kohlensäure, weil ich davon Blähungen bekomme. Noch schlimmer werden die Blähungen, wenn die Getränke süß sind. Dabei macht es keinen Unterschied, ob es sich um Zucker oder einen Zuckeraustauschstoff handelt. 
  • Pfefferminzöl in Kapsel- oder Tropfenform (erhältlich in der Apotheke und im Reformhaus) entspannt meinen Magen und Darm, wenn es doch mal zwickt. 

Und wenn es doch mal schlimmer wird, helfen mir die folgenden Medikamente (nicht zur dauerhafte Anwendung gedacht!):

  • Bei Sodbrennen: Antazida aus der Apotheke neutralisieren die Magensäure und helfen gegen Sodbrennen. 
  • Buscopan aus der Apotheke wirkt krampflösend (gibt es auch in Kombination mit einem Schmerzmittel). 
  • Iberogast hilft bei mir gegen diverse Reizdarmbeschwerden von Blähungen bis Durchfall, hat bei mir allerdings einen relativ schnell einsetzenden Gewöhnungseffekt. 

Dies ist mein heißgeliebter Thermobecher* (er ist mir in vier Jahren noch nie ausgelaufen!), den ich fast immer dabei habe, wenn ich unterwegs bin. Die meiste Zeit des Jahres mit Kräutertee gefüllt, und in der Weihnachtszeit auch mal mit Glühwein. 


Ich wünsche dir eine tolle und verträgliche Weihnachtszeit!


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Ich habe viel Erfahrung mit Reizdarm und dem Führen von Ernährungstagebüchern und habe nützliche Infos und Tipps auf 14 Doppel-Seiten zusammengefasst. 


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