Blut im Stuhl bei Reizdarm

Blut im Stuhl

Blut im Stuhl zu sehen kann einen ziemlich erschrecken. Die Ursache kann harmlos und leicht zu beheben sein. Um das festzustellen solltest du jedoch möglichst schnell einen Arzt aufsuchen, wenn du Blut in deinem Stuhl entdeckst.

 

Meine Ärztin hat mich darauf hingewiesen, dass wir öfters mal genauer hinschauen sollte, wie unser Stuhl aussieht, weil dieser Aufschluss über Krankheiten geben kann. Den Stuhl zu betrachten sind nicht gerade reizvolle Aussichten ;-), macht aber vor allen Dingen für Reizdarm Betroffene Sinn.   

Wie erkenne ich Blut im Stuhl?

Das Blut im Stuhl kann sichtbar sein, die Farbe kann variieren: von hellrotem Blut, bis dunklem, schwarzem Farbton. Das Blut kann sich als Streifen im Stuhl, oder auch nur auf dem Toilettenpapier bemerkbar machen. 

 

Zusätzlich zum Blut im Stuhl können auch Symptome wie zum Beispiel Schmerzen im Bauch, Durchfall oder Erbrechen auftreten.  

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Blut im Stuhl ist leicht zu verwechseln mit den Verfärbungen des Stuhls nach dem Essen von Heidelbeeren, rote Beete (rote Rüben), Lakritz, oder der Einnahme von Kohle- und Eisentabletten. Auch mit Periodenblut lässt es sich leicht verwechseln, beziehungsweise es vermischt sich. 

 

Ich gehe lieber einmal zu viel zum Arzt, und muss gegebenenfalls über mich selber schmunzeln, dass ich die roten Rüben in meinem Essen vergessen habe, als die Arztbesuch zu lange herauszuzögern. Schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen und die Ursache abklären lassen, auch wenn du dir unsicher bist, dass es sich um Blut handelt!

  

Es gibt dann außerdem noch das sogenannte "okkulte Blut im Stuhl". Es ist nicht mit bloßem Auge sichtbar, das heißt du wirst es nicht als Blut im Stuhl erkennen. Okkultes Blut ist bei einer Stuhluntersuchung nachweisbar.

Ursachen für Blut im Stuhl

Jede Verletzung innerhalb des Magen- und Darmtraktes kann zu Blut im Stuhl führen, angefangen vom Mund-Rachen-Raum über die Speiseröhre, den Magen, den Dünn- und den Dickdarm bis hin zum After.

 

Gründe für Blut im Stuhl können sein: 

  • Afterriss (Analfissur): Dazu kommt es manchmal, wenn der Stuhl sehr hart ist, oder man sehr stark pressen muss. Dies lässt sich sehr leicht beheben, siehe dazu "Was kann ich gegen Blut im Stuhl tun".
  • Hämorrhoiden - dies sind Gefäße am After, die beim Stuhlgang leicht aufreißen  und zu hellroten Blutspuren führen. Sie sind häufige Verursacher von Blut im Stuhl. Hämorrhoiden sind eigentlich gutartig, können aber sehr schmerzhaft sein. Sie lassen sich sehr gut behandeln, bzw. entfernen.
  • Darmpolypen oder Divertikel - Schleimhautvorwölbungen oder Ausstülpungen der Darmwand, die zu bluten beginnen.
  • Häufige Einnahme von Medikamenten,
    • wie zum Beispiel Schmerztabletten und fiebersenkende Mittel mit dem Inhaltsstoff Acetylsalicylsäure (der Klassiker: Aspirin). Falls du häufig Schmerztabletten nimmst, ist das noch ein Argument mehr, herauszufinden, was die eigentliche Ursache für deine Beschwerden ist. Behebe die Ursache, und bekämpfe nicht nur die Symptome (mit Schmerztabletten)!
    • Abführmittel - Es gibt sehr viel bessere uns sanftere Methoden, deinen Darm auf Trab zu bringen! Ich nehme zum Beispiel täglich diese Flohsamenschalen*. 
  • Magenschleimhautentzündung durch Sodbrennen. Viele Reizdarm Betroffene leiden unter Sodbrennen, dass sich durch aggressive Magensäure in der Speiseröhre bemerkbar macht.
  • Chronische Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa - im Rahmen der Untersuchungen, die zu einer Diagnose "Reizdarm" führen, werden diese abgeklärt. 
  • Magengeschwüre, die zum Beispiel durch eine Infektion (Magen- und Darmgrippe, Pilzinfektion, z.B. Helicobacter), durch ein langfristiges zu viel oder zu wenig an Magensäure, durch Stress oder durch Reizung durch Alkohol ausgelöst werden.
  • Darmkrebs oder Krebs im Magen - eine frühe Erkennung ist wichtig. Daher unbedingt zum Arzt, wenn du den Verdacht hast, dass bei dir Blut im Stuhl auftritt.
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Ich hatte selbst über einen Zeitraum von ein bis zwei Wochen Blut im Stuhl, als ich eine Magenschleimhautentzündung hatte. Als ich die Entzündung in den Griff bekommen habe, war auch das Blut verschwunden.

 

Wichtig ist es, bei einer Diagnose der Ursache auf den Grund zu gehen und nicht nur die Symptome (wie zum Beispiel Sodbrennen) mit Medikamenten zu bekämpfen. Denn dadurch können gerade bei empfindlichen Menschen mit Reizdarm ganz neue Probleme entstehen, wie oben beschrieben.

 

Es gibt noch viele weitere mögliche Gründe, warum bei dir Blut im Stuhl auftritt. Dies passiert häufig nach einer OP (Kaiserschnitt, Entfernung von Hämorrhoiden, Blinddarm), eventuell auch nach einer Magen- oder Darmspiegelung, wenn eine kleine Verletzung aufgetreten ist. 

 

Dies ist nicht gleich Grund für Panik, sollten die Blutungen jedoch nicht nach kurzer Zeit wieder verschwinden, musst du auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen!

Diagnose von Blut im Stuhl

Suche deinen Hausarzt auf. Auch wenn die Ursache für das Blut im Stuhl harmlos sein kann, musst du ernstzunehmende Erkrankungen ausschließen. 

 

Die Farbe des Blutes gibt einen Hinweise darauf, von wo das Blut kommt.

  • Ist das Blut im Stuhl rot, weist in der Regel auf eine Blutungsquelle im mittleren oder hinterem Magen-Darm-Trakt hin.
  • Sieht es ganz frisch aus, oder ist nur als Blutspuren am Toilettenpapier bemerkbar, stammt es vermutlich vom After.
  • Schwarzes oder dunkles Blut ("Teerstuhl") kommt meistens aus dem oberen Magen-Darm-Trakt, zwischen Speiseröhre und Zwölffingerdarm.

Es macht also Sinn, mal genauer hinzuschauen, dann kannst du deinem Arzt genauere Auskünfte geben. Für die Diagnose ist der Arzt zuständig.

Zu den Untersuchungen, die der Arzt gegebenenfalls machen lassen wird, gehören eine Magen- und Darmspiegelungen, eine Stuhluntersuchung, Blutuntersuchung und Ultraschall machen lassen.  

Was kann ich gegen Blut im Stuhl tun?

Hier nochmal der warnende Zeigefingern: Auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen, um die Ursache abzuklären. Darüber hinaus kannst du die oben gelisteten Ursachen für Blut im Stuhl vorbeugen, in dem du den Magen und Darm nicht reizt, in dem du:

  • Genussmittel, z.B. Alkohol und Nikotin vermeidest
  • ebenfalls scharfes und fettiges Essen
  • stattdessen ballaststoffreiche Kost zu dir nimmst, um die Verdauung zu fördern (nicht bei Durchfall!)
  • dein Stresslevel unter Kontrolle hältst (hierzu mehr unter Psyche & Lebensstil)

Dies sind alles Dinge, die auf die Behandlung von Reizdarm sowieso zutreffen. Wenn du deinen Reizdarm im Griff hast, sinken deine Chancen auf Blut im Stuhl erheblich :-)

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