Mit Reizdarm in die Grillsaison

Reizdarm Ernährung

Der Sommer hat sich durchgesetzt, die Grillsaison ist (längst) eröffnet und der Reizdarm streikt? Was die Reizdarm Ernährung betrifft ist Grillen eine der kleineren Herausforderungen. Hier ein paar Tipps, auf was ich dabei achte, damit ich den Grillabend und auch die folgenden Tage ohne Reizdarm Beschwerden genießen kann: 

  • Ich esse Fleisch, das nicht mariniert ist. In Marinaden finden sich oft Geschmacksverstärker und Knoblauch, beides mag mein Reizdarm nicht. 
  • Bei dem Fleisch achte ich nach Möglichkeit auf Bio-Qualität. Denn so ein Huhn/Pute/Schwein, dass ein unglücklich gedrängtes Stallleben hinter sich hat und nie die Sonne zu sehen bekam, enthält viel Omega-6 (Entzündung, hallo!) und eventuell noch die ein oder anderen Antibiotika. Man kann den  Mitgrillern oder Gastgeber-Grillern schlecht vorschreiben, was für Fleisch sie zu kaufen haben, und nur auf Bio-Fleisch zu setzen, macht Grillen schnell zu einem teuren Spaß. Also lass dir den Genuss nicht verderben, wenn Bio nicht drin ist.
  • Auf mein Fleisch kommen Pfeffer und Salz. Gerne auch frische Kräuter. Auf keinen Fall fertige Soßen, ob "Barbecue", "Ketchup" oder sonstwas. Die sind meistens voller Geschmacksverstärker, Farbstoffe und Zucker. Ganz schlecht für den Reizdarm.
  • Keine Würstchen. Würstchen sind von meiner Reizdarm Ernährung ausgeschlossen. Da weiß man nicht, was drin ist, und will es auch nicht wissen. 
  • Grillgemüse ist natürlich eine super Sache! Wieder aufpassen mit der Marinade, die ist aber meistens selbstgemacht, von daher gibt es hier nicht das Geschmacksverstärkerproblem. Dafür enthalten die Marinaden meiner Freunde oft Knoblauch, worauf mein Reizdarm sensibel reagiert. Ausprobieren. 
  • Grill- bzw. Ofenkartoffeln gehen auch. Wieder ist Vorsicht beim Dressing geboten. Ist der Sauerrahm selbst gemacht, birgt er in der Regel keine Gefahr vor Zusaztstoffen. 
  • Grillkäse? Wahrscheinlich schon. Einfach mal einen Blick auf die Verpackung werfen um sicherzugehen, dass die Zutatenliste möglichst kurz gehalten ist und keine Zusatzstoffe enthält. Dann sollte der Käse auch dem Reizdarm zusagen. 
  • Salate gehören auf meinen Teller, das ist eine ganz klare Sache! Ich vermeide Zwiebeln und Dressings, stattdessen greife ich nach Möglichkeit zu Olivenöl und Balsamico Essig.
  • Baguette und Brot - nein danke! Die mag mein Reizdarm nicht, beziehungsweise damit läuft er schnell zu Hochform auf. Ich vertrage nur wenige Sorten Brot, am wenigsten die aus einfachem Weizenmehl.

 

Und die Getränke?

Zum Grillen gehört meistens auch das eine oder andere alkoholische Erfrischungsgetränk. Bier und Biermischgetränke hat mein Reizdarm die meiste Zeit nicht vertragen. Das fühlte sich dann schnell so an, als würde das Bier in meinem Bauch gären, ihn mit Luft füllen, bis kein Platz mehr für das Essen blieb. Ein Glas Wein verträgt mein Reizdarm besser. Das zweite schon eher nicht mehr so gut. Leider sind die meisten alkoholfreien Getränke auch keine Alternative: alles was sprudelt & blubbert ist tabu, weil es für Blähungen sorgt. Limonaden sind auch schon deshalb raus, weil sie viel Zucker (oder noch schlimmer Zuckeraustauschstoffe) enthalten, was meinen Reizdarm wirklich in Bedrängnis bringt. Wenn du auf Nummer Sicher gehen möchtest, empfehle ich ganz einfach stilles Wasser. Und als Trostpflaster vielleicht ein extra Stückchen Fleisch. :-)

 

Übrigens: Gestern habe ich ein herrlich frisches Feierabend-Radler in einem Biergarten im Englischen Garten genossen. In guten Phasen, und die habe ich mittlerweile die meiste Zeit, macht mein Reizdarm Bier wieder sehr gut mit. Das schaffst du auch! Tipps zur Reizdarm Behandlung findest du hier

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