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Reizdarm behandeln - Tipps & Tricks

Reizdarm behandeln
Nicht auf die gute Fee warten - selbst aktiv werden

Ich habe mir so oft gewünscht, meinen Reizdarm mit einer Blitzkur oder einer Wunderpille zu heilen. Leider gibt es weder das eine noch das andere. Denn "Reizdarmsyndrom" ist ja nur ein Sammelbegriff für Verdauungsstörungen, wie Blähungen, Verstopfungen, Durchfall, Bauchschmerzen, aber auch Sodbrennen, für die Ärzte anhand der Standarduntersuchungen keine Ursache finden. 

Auch wenn die vielen Untersuchungen nervig sind, Reizdarmsyndrom keine Selbstdiagnose. Zu diesen Standarduntersuchungen, die du auf jeden Fall machen lassen solltest, gehören eine Darmspiegelung, Untersuchungen auf Lebensmittelallergien, Blut- und Stuhlproben und ein Ultraschall. Aufgrund deiner Vorgeschichte kann dein Arzt weitere oder auch weniger Untersuchungen anordnen. Wenn bei den Standarduntersuchungen nichts rauskommt, das auf die Ursache deiner Reizdarm Beschwerden schließen lässt, heißt das aber immer noch nicht, dass es keine Ursache gibt.

Pobacken zusammenkneifen und durch?! - Reizdarm Medikamente

Auch wenn manche Medikamente die Ursache von Reizdarm verschlimmern (Stichwort "leaky gut"), manchmal braucht man einfach schnelle Hilfe gegen akute Bauschmerzen, Blähungen oder Durchfall. Und nicht alle Medikamente sind schlecht. Die hier gelisteten Medikamente gibt es rezeptfrei. Die Empfehlungen beruhen auf meinen persönlichen Erfahrung mit Reizdarm Medikamenten. Also einfach mal selber testen, was hilft. Und dann am besten mit uns teilen, wenn es noch auf der Liste fehlt :-)


Einen Reizdarmexperten finden, der dich unterstützt

Reizdarm Ärzte Heilpraktiker

Du hast die Standarduntersuchungen hinter dich gebracht und das Ergebnis ist, dass du abgesehen von deinem Reizdarm gesund bist? Gratuliere! Ist doch super zu wissen, dass keine schwerwiegende Krankheit hinter deinen Beschwerden wie Bauchschmerzen, Durchfall oder Sodbrennen stecken!

 

Nun musst du selbst aktiv werden und mit einem Experten daran arbeiten herauszufinden, was deinen Reizdarm verursacht und deine Lebensqualität einschränkt.  

 

Sprich mit einem Ernährungsberater oder Heilpraktiker über deine Beschwerden, und auch über die Tests, die du schon hast machen lassen. Die meisten Reizdarm Betroffenen können Symptome reduzieren und werden häufig sogar beschwerdefrei, wenn sie auf bestimmte Lebensmittel verzichten. Dies können zum Beispiel fodmaps sein, aber auch Histamin gehört zu den Kandidaten. 

Ich empfehle jemanden zu suchen, der auf Verdauungsbeschwerden spezialisiert ist, oder noch besser auf Reizdarmsyndrom. Denn Spezialisten kennen natürlich die vielfältigen Ursachen, die hinter Reizdarm Symptomen stecken viel besser als Allgemeinärzte.

Reizdarm Ernährung

Den meisten Reizdarm Betroffenen hilft es, ihre Ernährung umzustellen. Auch wenn deine Testergebnisse auf Laktoseintoleranz, Zöliakie und Fruktorsemalabsorbtion negativ waren, ist es trotzdem möglich, dass Allergien, Intoleranzen oder niedrige Toleranzgrenzen für deine Reizdarmbeschwerden verantwortlich sind. Denn die Anzahl der Nahrungsmitteln, die Reizdarm Symptome auslösen können, ist sehr groß ist. So groß, dass sie gar nicht alle getestet werden können.

Übrigens können die Tests auch ein falsches positives Ergebnis oder ein falsches negatives Ergebnis liefern. Beim Laktoseintoleranztest hängt das zum Beispiel davon ab, in welchem Teil deines Darms Bakterien die Laktose verarbeiten. Geschieht dies aufgrund einer Dünndarmfehlbesiedlung bereits im Dünndarm, erhöht das den Wasserstoffgehalt im Atem, der bei dem Test gemessen wird. Wenn deine Darmbakterien dagegen kaum Wasserstoff produzieren, kann der Test negativ ausfallen, obwohl in Wahrheit eine Intoleranz vorliegt.

Einen Test auf Laktoseunverträglichkeit kannst du auch selbst durchführen. Das spart dir die Stunden beim Arzt und Kosten, bedeutet aber einen wochenlangen Verzicht auf Milchprodukte. 

Reizdarm und Stress

Deine Ernährung ist ein ganz wichtiger Baustein bei der Behandlung von Reizdarmsyndrom. Aber er nicht der einzige. Stress, vor allen Dingen Alltagsstress, spielt vielleicht eine viel größere Rolle, als viele von uns realisieren. 

 

Wenn es dir ähnlich geht wie mir, dann bist du skeptisch gegenüber Tipps wie "sich mehr zu entspannen" und "weniger Stress zu haben". Ich habe mich jahrelang dagegen gewehrt, dass Stress Ursache für meinen Reizdarm war. Bei mir hängt das Ausmaß meiner Beschwerden direkt mit meinem Stresslevel zusammen. Stehe ich zum Beispiel vor einem langen Arbeitstag mit vielen Meetings und wohl möglich noch einer Deadline, fühlt sich mein Bauch oft "eng" an, und vielleicht auch so, als läge ein Stein darin. Nicht weiter schlimm, ich schaffe es trotzdem gut durch den Tag, wenn ich dann nicht auch noch etwas esse, was ich nicht gut vertrage. Mein Reizdarm ist schnell auf 180,  wenn er dann auch noch etwas verdauen sollen, was ihm nicht bekommt.

Andere Beispiele sind, dass ich zu Durchfall neige, wenn ich nervös bin. Und ich kann mich so sehr über Dinge ärgern, dass mir regelrecht übel wird. Ganz klar, mein Stresslevel und meine Gefühlslage haben direkt Auswirkungen auf meinen Reizdarm. 

 

Bei jedem Menschen findet Kommunikation zwischen dem Darm und dem Hirn statt, deshalb wird unser Darm auch das zweite Gehirn genannt. Aber nicht jeder verspürt die Auswirkungen dieser Kommunikation so deutlich, wie es viele Reizdarm Betroffene aka Darmsensibelchen tun. Deshalb macht es Sinn, Stress zu reduzieren. Und proaktiv daran zu arbeiten, dass erst gar kein Stress entsteht, der unseren Reizdarm belasten könnte. 

Yoga für den Reizdarm

Ich bin eher zufällig beim Yoga gelandet. Ich habe 30 Stunden in einem schicken Yogastudio geschenkt bekommen - und sah mich quasi gezwungen, diese auch zu nutzen. Zuvor hatte ich mich bei zig Probestunden eher schwer getan, Yoga war mir einfach zu esoterisch.

 

Seit meinem gezwungen Einstieg ins Yoga sind drei Jahre vergangen und kaum ein Tag, an dem ich nicht wenigstens für 15 Minuten auf der Yoga-Matte stehe. Yoga hilft meinem Reizdarm sehr. Weil ich mich dabei entspanne, die Übungen mich zwingen, mich auf meinen Körper zu konzentrieren, und ich Yoga ganz gezielt gegen Reizdarm Symptome wie Blähungen und Bauchschmerzen einsetzten kann. Beispiele für Übungen gegen Reizdarm-Beschwerden findest du hier, ganz unten auf der Seite.


Reizdarmsyndrom behandeln mit Yoga

Ich mache Yoga am liebsten zu Hause. Morgens wälze ich mich schlaftrunken aus dem Bett und stehe auch schon auf der Yogamatte. Ich folge den Übungen meiner Yoga-App. Ich bin mir sicher, dass es für jeden die richtige Art von Yoga gibt. Anfängern rate ich dazu, einen Anfänger-Kurs zu machen und nicht gleich mit einer App einzusteigen, damit die Lehrer(in) die Positionen korrigieren kann. Und nicht gleich aufzugeben, denn es gibt so viele verschiedene Arten von Yoga, und jeder Lehrer setzt andere Schwerpunkte, Das kann, muss aber nicht spirituell sein. Und wer es noch nicht weiß: Yoga kann durchaus sehr anstrengend sein, auch die Variante gibt es!

 

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