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Mein Reizdarm verträgt keinen Kaffee

Reizdarm Kaffee

Verdauungsbeschwerden durch Kaffeegenuss

Reizdarm bedeutet für viele Betroffene, auf Dinge verzichten zu müssen. Das muss ich auch, und das ist in Ordnung so, weil es mir damit nicht nur besser, sondern die meiste Zeit trotz Reizdarm sogar richtig gut geht. Aber manchmal reitet mich der Teufel, beziehungsweise die Kaffeelust. Dass das nicht nur mir so geht, sehe ich daran, dass mein Blogeintrag zum Thema "Kaffeegenuss ohne Sodbrennen - geht das?" zu meinen meistgelesenen Beiträgen zählt. 

 

Ich habe viele verschiedene Arten Kaffee und der Kaffeezubereitung ausprobiert. Kaffee mit Milch oder ohne, Soja-Milch, Hanf-Milch, Hirse-Milch... Kaffee aus der Frenchpress oder dem Handfilter - aber leider muss ich mir immer wieder eingestehen, dass Kaffee meinem Reizdarm nicht gut tut. Das Schwierige an dieser Einsicht ist, dass ich die Symptome erst Stunden später oder sogar erst am nächsten Tag bemerke: Sodbrennen (meistens nachts), Blähungen, weicher Stuhl bis hin zu Durchfall. In unterschiedlicher starker Ausprägung, hier macht die Art des Kaffees übrigens einen Unterschied (am besten vertrage ich Espresso, was ja leider auch ein sehr kurzes Vergnügen ist). Den Zusammenhang zwischen dem Kaffee und den Reizdarm Symptomen herzustellen hat mich lange Zeit und viel Rumprobieren gekostet. 


Deshalb mein Tipp für dich: Wenn du unter Verdauungsproblemen oder Reizdarm Beschwerden leidest, probiere es andersrum. Lass den Kaffee komplett weg, für mindestens eine Woche. Das ist eine der härtesten Proben überhaupt, denn wir sind ja solche Gewohnheitstierchen und der Duft nach dem Kaffee des Nachbarn oder Kollegen einfach sehr verlockend. Halte durch! Und beobachte, ob deine Verdauungsbeschwerden dadurch weniger werden. 

Das ist wieder so eine Crux, denn meistens fällt einem auf, wenn mann Schmerzen oder Beschwerden hat, nicht wenn diese ausbleiben. Daher hier der nächste Tipp: Schreibe es auf. Führe für eine Woche ein Mini-Kaffee-Tagebuch. Notiere dir den Tag, ab dem du keinen Kaffee mehr trinkst, und jeden Abend, welche Symptome du hattest (und Beobachtungen darüber, welche Symptome du NICHT hattest, sofern dir etwas auffällt). 

 

Wichtig dabei: Den Kaffee nicht durch etwas anderes zu ersetzen, was wiederum zu Reizdarm Beschwerden führen könnte. Zum Beispiel größere Mengen schwarzen Tees zu trinken, noch schlimmer, Cola oder andere koffeein-/guaranahaltige Getränke. Weil ich persönlich einen niedrigen Blutdruck habe, der öfters mal zu Kreislaufproblemen führt, nehme ich ab und zu eine Koffeeintablette, um den "Schwung" des fehlenden Kaffees auszugleichen. Alternativ würde es auch ein Glas Prosecco tun, aber davon hat mir der Arzt abgeraten ;-) Übrigens auch von den Koffeeintabletten, die bitte ganz vorsichtig dosieren!

 

Es gilt mal wieder die Devise: Du musst selbst ausprobieren und herausfinden, was für deinen Reizdarm funktioniert. Viel Erfolg dabei!

 

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