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3 Tipps, damit du mit Reizdarm gut durch die kalte und dunkle Jahreszeit kommst

Reizdarm im Winter und zur Weihnachtszeit

Warum kurze Tage eine Herausforderung sein können für Reizdarm-Betroffene

Der kürzeste Tag des Jahres nähert sich. Für meinen Reizdarm bedeutet das historisch gesehen mehr Zucker (Lebkuchen, Spekulatius und Adventskalender-Schokolade) und weniger Bewegung. Denn nach der Arbeit ist es zu dunkel für die Joggingrunde im Park, bei Temperaturen unter 1 Grad friert die Gangschaltung meines Fahrrades ein und ein Spaziergang ist auch nur wenig reizvoll, wenn es kalt und nass ist. 

 

Nun gilt es, Disziplin aufzubauen und sich auf Weihnachten vorzubereiten. Denn wenn du deinen Reizdarm jetzt entlastet, dann wird er Weihnachten entspannt mitfeiern. Das macht entschieden mehr Spaß, als mit Magenschmerzen oder Durchfall den Weihnachtsfeierlichkeiten vom Bett aus zuzusehen. Hier ist der Plan:  

Tipp 1: Zucker reduzieren ist die absolute Nummer eins für den Reizdarm

"Wie bitte, weniger Zucker in der Vorweihnachtszeit?!". Es kommt sogar noch dicker:  Verzichte so weit wie möglich auf Zucker! Zitat meiner Ärztin: "Alles, was nicht in Ordnung ist, wird durch Zucker nur noch schlimmer." Was meinen Reizdarm betrifft, kann ich das bestätigen. Also, runter vom Zucker. Was du und ich dafür tun können, um es uns leichter zu machen: 

  • statt der oben erwähnten Lebkuchen und Spekulatius zu dunkler Schokolade greifen. Am besten  80% oder höher. Es gibt auch Weihnachtsmänner aus dunkler Schokolade (zum Beispiel im DM), also keine Ausrede, nicht auf die Weihnachtsschoki verzichten zu wollen. 
  • Hirsebrei ist ein ausgezeichnetes Substitut bei Heißhunger auf Süßes, denn Hirse hat einen süßlichen Geschmack. Kann man mit Hafermilch oder Reismilch kochen, dadurch wird es noch etwas süßer. Wenn es sein muss auch noch ein paar Datteln hinzufügen, aber nur ein ganz paar, die haben super viel Fruchtzucker! Ganz lecker wird es, wenn du den Hirsebrei mit Zimt und Ingwer abschmeckt. Noch ein paar Nüsse dazu, und der Brei wird zu einer Mahlzeit.
  • Snacks parat haben für den Fall, dass eine Heißhungerattacke abgewehrt werden muss. Zum Beispiel  Nüsse, Naturyoghurt oder eine Orange. 
  • Tee trinken und entspannen - nein, das ist kein Scherz! Besorge dir einen Tee, der lecker riecht und eine schöne Verpackung hat. Macht einfach mehr Spaß, ihn zu trinken.

Immer schön Abstand halten zwischen den Mahlzeiten, nicht "grasen", damit sich der Blutzuckerspiegel normalisiert und die Insulinproduktion runterfahren kann. Sonst bleibt es beim Heißhunger. 

Tipp 2: Bewegung bringt den Reizdarm in Schwung

Und das ist im positiven Sinne gemeint. Egal, ob du unter Verstopfung, Durchfall oder Blähungen leidest, Bewegung ist das beste Reizdarm-Medikament. Da könnte man doch

  • an den Wochenenden möglichst viel Zeit draußen verbringen - aber nicht nur auf dem Weihnachtsmarkt. Sondern zum Beispiel beim Ski fahren (ich kann noch nicht Ski fahren und habe für Dezember einen einen Skilanglaufkurs gebucht)
  • einen Teil der Strecke zu Fuß zur Arbeit gehen. Eine Station früher aussteigen, das Auto weiter entfernt parken oder einen kleinen Umweg nehmen
  • Schon jetzt diverse Fitnessstudios probetesten. Damit bist du 98% deiner Mitmenschen einen Monat im Voraus (also von denen, die noch keine Mitgliedschaft haben). Wenn der Ansturm der guten Vorsätze im Januar beginnt, weißt du schon, welches Studio dir am besten gefällt, weil es die besten Kurse, Geräte oder die schönste Sauna hat.
  • Fitnesstudio-Muffel? Welchen Sport wolltest du immer schon mal machen oder hast du früher gerne gemacht? Fang (wieder) damit an. Warte nicht auf das neue Jahr und die guten Vorsätze, sondern mache dich fit für Weihnachten! So kannst du einfach super aussehen unter dem Weihnachtsbaum, während alle anderen ein paar Kilo zugelegt haben in der Vorweihnachtszeit ;-) 

Tipp 3: Disziplin belohnen

Schon als kleine Kinder werden wir auf ein Belohnungssystem getrimmt. Wenn du xy tust oder nicht tust, bekommst du eine Hand voll Schokobons. Ups, das geht in diesem Fall natürlich nicht, siehe Tipp 1. Bei mir funktioniert das mit der Belohnung so: 

  • der fürsorgliche Kollege hat mir Lebkuchen angeboten (der will nämlich auch nicht alleine dick aussehen unter dem Weihnachtsbaum) und ich habe Stärke gezeigt und dankend abgelehnt. Das tut kurz weh, aber danach fühle ich mich großartig. Vor allen Dingen, weil ich mich ohne den Zucker in meiner Blutlaufbahn viel besser konzentrieren kann und nicht in ein Loch falle. Ich schaffe meine Aufgaben damit schneller (als mit Lebkuchen) und gehe voller Energie an meine Aufgabe und am Abend etwas früher heim. 
  • Weniger Zucker bedeutet weniger Kalorien. Statt des Hochleistungskurses im Fitnessstudio entscheide ich mich für Yoga (auch Sport!) und einen Gang in die Sauna. Gemütlicher. 
  • Ich möchte niemanden zum Alkohol verführen, aber Wein ist meine persönliche größte Belohnung, für egal was. Klar hat der auch Kalorien, natürlich reizt auch der in größeren Mengen meinen Reizdarm. Deshalb ist die klare Ansage an mich selbst: 1 Glas am Abend, und nur, wenn ich die Schokolade, Spekulatius & Co habe links liegen lassen. 

Und womit belohnst du dich? 

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