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Leaky Gut - ich habe meine durchlässige Darmwand geheilt

leaky gut durchlässige Darmwand

Endlich ist mal ein Lichtblick in Sicht. Ich habe es geschafft, meine durchlässige Darmwand zu heilen!

Im Herbst letzten Jahres hat meine Ärztin einen ausführlichen Bluttest angeordnet, der (unter anderem) einen viel zu hohen Zonulin-Wert ergeben hatte. Zonulin ist ein Protein, dass als Marker für eine durchlässige Darmwand, im Englischen "leaky gut", gilt. Leaky gut kann nicht nur diverse Verdauungsprobleme wie Blähungen, Durchfall, Verstopfungen und Bauchschmerzen verursachen, sondern wird außerdem mit vielen anderen, schwerwiegenden Krankheiten wie Morbus Crohn und Diabetes in Verbindung gebracht. Der Zusammenhang ist noch nicht ausgiebig erforscht, die Erkenntnisse gehen aber immer mehr in die Richtung, dass eine durchlässige Darmbarriere weitreichende Folgen für den Körper hat. Weitere Symptome, die viele Reizdarmbetroffenen nur zu gut kennen, sind zunehmende Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Müdigkeit, und vieles mehr. 

 

Mein Zonulin-Wert war vor einem dreiviertel Jahr sehr stark erhöht. er lag bei >170ng/ml im Serum. Empfohlene Referenzwerte liegen bei <50ng/ml im Serum und <80ng/ml im Stuhl. Heute liegt mein Zonulin-Wert im Serum bei 30ng/ml! Ich habe nur noch selten Blähungen und Bauchschmerzen, habe wieder mehr Energie und führe langsam und vorsichtig Lebensmittel wieder ein, die voher nicht mehr vertragen habe. 

 

Bis dahin war es ein langer Weg. Ich habe Provokationstests gemacht mit Laktose und Fructose (und habe eine sehr niedrige Toleranz für Fructose festgestellt). Ich habe mich low-fodmap ernährt, was etwas geholfen hat, konnte aber keine Lebensmittel wieder einführen. Ich habe verschiedene Probiotika und Präbiotika versucht. Alles gute Maßnahmen, mit denen ich meine sehr schwerwiegenden Symptome ein wenig in den Griff kriegen konnte, aber ich hatte nach wie vor täglich Schmerzen und Beschwerden. Was mir zum Durchbruch geholfen hat, meine durchlässige Darmwand zu heilen, war die Paläo-Therapie. Ein wichtiger Teil der Therapie ist eine sehr strenge Diät, die härteste Diät, die ich je gemacht habe. Ich würde sie nur empfehlen, wenn nichts anderes anschlägt (z.B. low-fodmap Diät, Verzicht auf Fructose, Laktose oder Histamine bei den jeweiligen Unverträglichkeiten, oder lektin-freie Ernährung). Aber wer von euch wie ich schon so vieles ausprobiert hat und immer noch sehr unter Reizdarmbeschwerden leidet, dem kann ich die Paläo-Therapie nur nahelegen.  

 

Hier habe ich ausführlichere Informationen zur Paläo-Therapie zusammengeschrieben. Bis mir meine Ärztin vor vier Monaten von dieser Therapie erzählt hat, hatte ich noch nie davon gehört und sie scheint noch nicht besonders bekannt zu sein. Ich werde in meinem Blog und auf meiner Website weiter darüber berichten. 

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