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Mit Reizdarm durch die Weihnachtszeit

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Es ist Weihnachten, das Festessen steht auf dem Tisch und spätestens danach stellen sich Sodbrennen, Bauchschmerzen oder Durchfall ein. Bei mir ist es meistens schon vor dem Essen soweit. Ich habe manches Jahr in der Vergangenheit zugeschaut und an einem Zwieback geknabbert. 

Zu viele Plätzchen, Schokolade und Glühwein führen bei mir dazu, dass mein Magen und Darm überfordert sind. Hält dieser Zustand länger an, stößt mir das Essen im wahrsten Sinne des Wortes sauer auf, denn Alkohol und Zucker regen die Produktion von Magensäure an. 

 

Wie lässt sich das vermeiden? Zur Weihnachtszeit erreicht die Kalorienaufnahme ihr Jahreshoch, und das ist für fast Jeden eine Herausforderung. Und für Reizdarmbetroffene eben eine besonders große. Da ist eiserne Disziplin gefragt. Funktioniert nicht immer, macht auch nicht unbedingt Spaß, aber Magenschmerzen und anderen beim Festessen zuzuschauen noch weniger. 

 

Tipp Nummer 1: Zucker aus dem Weg gehen

In der Weihnachtszeit ist Zucker einfach überall in Form von Schokoladenweihnachtsmännern, Weihnachtsplätzchen & Stollen. 25, maximal 50g Zucker sollten wir täglich zu uns nehmen, schreibt Die Zeit und verweist auf eine Studie der Weltgesundheitsorganisation. "Das strenge WHO-Limit ist bereits mit dreieinhalb traditionellen Zimtsternen erreicht".

Manche schaffen das, sie gehören zu den Menschen, die nur ein oder zwei Stücke Schokolade essen und den Rest in der Schublade verschwinden lassen. Gratuliere! Ich gehöre nicht dazu. Wenn ich mal anfange, bin ich regelrecht angefixt. Ganz oder gar nicht, lautet meine Devise. Ich entscheide mich für gar nicht. Schokoladengeschenke verfüttere ich an Kollegen. 

 

Tipp Nummer 2: Wenn schon Alkohol, dann aber bitte mit Stil

Christkindlmarkt ohne Alkohol - für jemanden, der keinen überzuckerten Kinderpunsch mag eher schwierig. Leider ist auch im Glühwein in der Regel eine gehörige Portion Zucker, um den tendenziell billigen und sauren Wein schmackhaft zu machen. Das fördert das Sodbrennen gleich doppelt. Ich weiche auf ein reguläres Glas Wein aus, oder trinke ein Bier. Wärmt nicht so schön, deshalb kann es auch mal ein Jagertee sein. Alles in Maßen, denn auch dann ist es noch eine Herausforderung für den Reizdarm. 

 

Tipp Nummer 3: Erste Hilfe bei Sodbrennen, Übelkeit und Bauchschmerzen (nicht für die Dauertherapie gedacht):

  • Die Anzahl der "Herausforderungen" pro Tag minimieren:  entweder Süßigkeiten ODER Alkohol ODER reichhaltiges Essen zu sich nehmen und alles andere auf die nächsten Tage verschieben.
  • Antazida aus der Apotheke neutralisieren die Magensäure und helfen gegen Sodbrennen. 
  • Käsepappeltee (Malventee) ist ein natürliches Hilfsmittel, wenn die Magenschleimhaut durch zu viel Glühwein und Weihnachtsgebäck gereizt ist. Auch Kamillen- und Pfefferminz- oder andere Kräutertees helfen. 
  • Pfefferminzöl in Kapsel- oder Tropfenform (erhältlich in der Apotheke und im Reformhaus) entspannt den Magen und Darm.
  • Warmes anstatt kaltem Wasser trinken. Ich weiß, das ist gewöhnungsbedürftig, hilft mir persönlich aber sehr bei der Verdauung. Der Magen ist dann schon mal auf Betriebstemperatur, anstatt durch kalten Getränke runtergekühlt und möglicherweise noch durch kohlensäurehaltige Getränke aufgebläht zu werden. Also auch lieber auf Kohlensäure verzichten. 
  • Buscopan aus der Apotheke wirkt krampflösend. 

Dieses Jahr komme ich mit weniger Beschwerden durch die Weihnachtszeit als in den vorigen Jahren. Mein Ziel ist es, beim Festessen dabei zu sein, und zwar nicht nur mit einem Zwieback! Und, dass es mir anschließend nicht allzu schwer im Magen liegt. 

 

Schöne Weihnachtszeit und ein frohes Fest!

 

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