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Stinkende Blähungen - was tun?

Stinkende Blähungen beseitigen

Was tun gegen stinkende Blähungen?

Als wären Blähungen nicht schon an sich peinlich genug, richtig unangenehm wird es, wenn sie sich knatternd als nach faulen-Eiern riechende Winde entladen. Oft ist ein Ungleichgewicht der Darmflora Schuld an Blähungen. Die Ursache für den faule-Eier Geruch der Blähungen kann aber sehr einfach zu beheben sein. 

Nach faulen Eiern stinkende Blähungen reduzieren

Wenn Darmbakterien proteinhaltige Nahrung verarbeiten, entsteht Schwefelwasserstoff, der in den Darmwinden als Geruch nach faulen Eiern oder Schwefel wahrnehmbar ist. Proteinreiche Lebensmittel sind zum Beispiel Eier, Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Tofu, Hülsenfrüchte und Nüsse, aber auch Eiweiß-Shakes und Eiweiß-Riegel. Vielleicht kannst du deine Blähungen schon allein durch eine kleine Umstellung deiner Ernährung reduzieren, indem du weniger eiweißhaltige Nahrung isst. Oder wenn du auf leichter verdauliche Eiweißlieferanten zurückgreifst. Dazu gehören zum Beispiel Gemüse und fettarmer Fisch.


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Als nächstes stelle deinen Konsum von Zucker und Getreideprodukten auf den Prüfstand. Beides verursacht Gärprozesse im Darm, die zu Blähungen führen. Brot, Semmeln und andere Backwaren gehören bei uns zum Alltag. Auf sie zu verzichten ist dementsprechend schwierig und führt meiner Erfahrung nach zumindest anfangs zu gewissen (Zucker-) Entzugserscheinungen. Aber der Verzicht auf Kohlenhydrate und Zucker kann den Darm deutlich entlasten und helfen, nach faulen Eiern stinkende Blähungen loszuwerden. Achtung bei Vollkornprodukten, sie sind zumindest in größeren Mengen keine sinnvolle Alternative, da auch Vollkorn Blähungen verursachen kann Besser ist es, die Aufnahme von Kohlenhydraten und Zucker insgesamt deutlich zu reduzieren. 

Geruchsintensive Blähungen aufgrund schlechter Essgewohnheiten

Isst du viel Fast Food, sehr spät oder sehr hastig? Du denkst es dir schon: Auch das kann Blähungen verursachen. Häufige Übeltäter sind außerdem Zuckeraustauschstoffe. Falls du gerne “light” Limonaden trinkst oder zuckerfreien Kaugummi isst, probiere mal, ob du einen Unterschied feststellt, wenn du darauf verzichtest. Änderungen in der Essensauswahl und der Essensgewohnheiten können Wunder bewirken. Aber wenn es trotzdem nicht besser wird: Ab zum Arzt! Am besten mit vorausgefülltem Ernährungstagebuch. 

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Stinkende Blähungen und Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Blähungen, ob geruchsintensiv oder nicht, sind auch klassische Symptome von Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Das kann zum Beispiel eine Laktose-, Fructose oder Histamin-intoleranz sein, die sich leicht durch einen Test beim Arzt oder durch einen "hauseigenen" Provokationstest identifizieren lassen. Es muss nicht gleich eine Intoleranz sein, auch eine niedrige Toleranzgrenze kann zu Beschwerden führen. In dem Fall kann zum Beispiel eine eine handvoll Beeren gut verdaulich sein, eine Schüssel Obstsalat dagegen nicht, weil die Fructosetoleranzgrenze erreicht ist.

Oder du verträgst nur einzelne Lebensmittel oder Lebensmittelgruppen nicht gut, was die Suche nach der Ursache der Blähungen nicht einfacher macht. Für den Arzt oder einen Ernährungsberater ist es hilfreich, wenn du ein Ernährungstagebuch führst, anhand dessen ein Experte schnell Muster erkennen kann. Wenn keine einzelnen Lebensmittel oder Lebensmittelgruppen ausfindig gemacht werden können, ist eine Diät, die sogenannte “fodmaps” reduziert eine Alternative. Viele Menschen mit Reizdarmsyndrom reagieren empfindlich auf fodmaps, die in einer ganzen Reihe an Lebensmitteln enthalten sind, und profitieren von einer fodmap-armen (“low-fodmap”) Diät. Mehr dazu findest du hier.

Stinkende Blähungen und mangelnde Verdauungsenzyme

Blähungen entstehen auch dann, wenn zu wenig Verdauungsenzyme vorhanden sind. Das ist bei Menschen mit Reizdarmsyndrom häufig der Fall. Die Enzyme werden in der Bauchspeicheldrüse produziert und gelangen in den Magen und Dünndarm, wo sie außer Eiweißen auch Fette und Kohlenhydrate spalten, bevor diese in den Dickdarm gelangen. Werden nicht genügend Enzyme produziert, wird die Nahrung zu wenig verarbeitet und verursacht verstärkt Gase. Das wiederum kann zu einer mangelhaften Versorgung mit mit Nähr- und Vitalstoffen führen, was deine Verdauung verschlechtern sowie deine Reizdarmsymptome verstärken kann.

 

Eine Ärztin hat bei mir anhand einer Stuhlprobe einen Mangel an Verdauungsenzymen festgestellt. Das Problem hat lange gehalten, erst eine komplette Ernährungsumstellung auf Autoimmunprotokoll (Paleo-Therapie) gemeinsam mit einer guten Mischung aus Pro- und Präbiotika hat geholfen. Nicht nur Ärzte, auch Ernährungsberater und Heilpraktiker kennen sich in der Regel mit Verdauungsenzymen und entsprechenden Mängeln aus. 

Hilfe und Hausmittel bei stinkenden Blähungen

Bei akuten Blähungen können Tabletten (z.B. Carmenthin) oder Tropfen mit Pfefferminzöl Hilfe leisten, sowie entschäumende Mittel, die du sowohl in der Apotheke als auch in der Drogerie bekommst. Mir hilft Iberogast sehr gut. Diese Hausmittel sollten jedoch nicht zur Dauerlösung bei Blähungen eingesetzt werden, weil sie nicht die Ursache, sondern nur die Symptome bekämpfen. Arbeite mit einem Arzt oder Heilpraktiker gemeinsam daran herauszufinden, was deinen Darm so irritiert, ob du eine Nahrungsmittelunverträglichkeit hast, wie es um deine Darmflora bestellt ist und wie du diese aufbauen kannst. Wie schon so oft erwähnt ist es an so einer Stelle immer hilfreich, ein ausfürliches  Ernährungstagebuch zu führen. 

 

Blähungen können nicht unangenehm rieichen, sondern auch sehr schmerzhaft sein. Wenn du schon länger darunter leidest, solltest du das von einem Arzt untersuchen lassen - nicht nur wegen des unangenehmen Geruchs, sondern weil eine der oben genannten Ursachen für die stinkenden Blähungen verantwortlich sein und dir möglicherweise sehr einfach geholfen werden kann.  


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