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Mit Reizdarmsyndrom auf Reisen

Reizdarmsyndrom Reisen Tipps

Ich reise gerne, auch wenn mein Reizdarm es mir manchmal schwer macht. Das beginnt schon vor dem Antritt der Reise mit der nervösen Vorfreue auf den Urlaub, die sich mit verstärkten Reizdarmsymptomen wie Durchfall und Bauchschmerzen bemerkbar macht. Deshalb habe ich ich immer Iberogast und für den Notfall Buscopan im Gepäck. Auf Letzteres greife ich aber nur zurück, wenn es wirklich notwendig ist, denn Schmerzmittel helfen zwar kurzfristig, langfristig schaden sie dem Darm jedoch. Je nach Reisemittel (vor allen Dingen Flugzeug) und Reiseland packe ich außerdem Mittel gegen Durchfall, Verstopfung und Blähungen ein. 

Flugreisen mit Reizdarm

Im Flugzeug habe ich häufig Probleme mit Blähungen, vor allen Dingen auf Langstreckenflügen. Denn im Flugzeug dehnen sich Gase im Darm aus und der Mangel an Bewegung fördert die Luftansammlung zusätzlich. Deshalb nehme ich immer ein Mittel (z.B. Tabletten oder Pulver)  mit dem Wirkstoff Simethicon mit. Bei den Mahlzeiten bin ich zurückhaltend, da mein Magen und Darm während des Fluges besonders sensibel reagieren. Ich versuche die Aufnahme von fodmaps so gering wie möglich zu halten und esse keine glutenhaltigen Nahrungsmittel und verzichte auf Essen, das mit Soße gereicht wird, denn Soßen enthalten in der Regel eine ganze Bandbreite an Geschmacksverstärkern, Konservierungsstoffen und Zucker. Für die Ernährung auf Langstreckenflügen findest du auf dem Blog der Monash Universität in Australien ein paar Tipps. Die Monash Universität ist gewissermaßen die Brutstätte der low-fodmap Diät, denn sie wurde von Forschern der Uni entwickelt. 

 

Snacks für die Reise mit Reizdarm

Damit ich trotzdem nicht hungern muss, habe ich eine kleine Banane, eine dunkle Schokolade und Nüsse im Handgepäck. Manchmal nehme ich auch Protein- oder Nussriegel mit, aber ich finde es schwierig welche zu finden, die ich wirklich gut vertrage. Oft habe ich auch Beef Jerky dabei, wobei es dabei wirklich ganz wichtig ist, auf die Qualität zu achten (ich esse gerne dieses hier*). Mitunter packe ich auch Käse wie Babybel ein (der ist laktosefrei bzw. hat einen sehr niedrigen Laktosegehalt), der natürlich nur eine begrenzte Haltbarkeit außerhalb des Kühlschranks hat. Ein Glas Rotwein entspannt meinen Darm (leider trifft das auf das zweite Glas nicht mehr zu). 

 

 

Während der kalten Jahreszeit habe ich, nicht nur auf Flugreisen, immer meinen Thermosbecher mit Kräuter- oder Grüntee dabei. Und Teebeutel als Ersatz, denn mein eigener Tee schmeckt mir besser als der Tee und Kaffee, der im Flugzeug angeboten wird, und den ich zudem nicht gut vertrage. Das Flugpersonal war bislang immer bereit, den Becher mit heißem Wasser aufzufüllen.

Reizdarmgerechtes Essen in Restaurants

In Restaurants wähle ich ein Gericht, dessen Komponenten möglichst wenig hinzugefügt wurden. Das sind zum Beispiel Fisch mit Reis und Gemüse, oder einem Steak mit Kartoffeln. Ich vermeide Soßen, da sie fast immer entweder Geschmacksverstärker und/oder Zwiebeln und Knoblauch enthalten. Nicht in allen Restaurants steht ein solches Angebot auf der Speisekarte. Besonders schwierig finde ich es in italienischen Restaurants oder bei Fast Food. Einen Salat mit Öl und Essig gibt es aber fast immer. 

 

 

Wenn die Aufregung der Anreise überstanden ist, sind mein Magen und Darm in der Regel entspannt, weshalb ich dann auch mal ein Auge zudrücken und nicht ganz so streng darauf achten muss, was ich zu mir nehme. Gute Reise! 

Reisen mit Krankheit

Reizdarmsyndrom kann die Lebens- und Reisequalität massiv einschränken, das ist klar. Umso mehr motiviert es mich von anderen Menschen zu lesen, die sich durch ihre Krankheit, und zwar auch von viel schwerwiegenderen Krankheiten, nicht vom Reisen abhalten lassen. Ich lese gerne den Blog von Denise, sie hat Mukoviszidose. Sie gibt viele praktische Tipps rund um das Reisen mit Krankheit, aber noch viel lieber lese ich tatsächlich ihre inspirierenden Reisegeschichten. 

In meinem Reisegepäck dürfen nicht fehlen*:

Ich liebe die Thermosbecher von Contigo. Sie halten garantiert dicht und warm, und zwar für Stunden. Ich fülle das heiße Wasser immer nur bis zu der Linie im Becher ein, lasse den Tee ziehen und fülle dann den Rest mit kaltem Wasser auf, so hat der Tee gleich die richtige Trinktemperatur.

Die kleine Flasche mit 20ml passt wunderbar ins Handgepäck, auch auf Flugreisen, und hat mich schon des öfteren gerettet.  

Gegen Blähungen nehme ich gerne die kleinen Beutelchen mit Granulat ins Handgepäck. 


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