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Adé, Rückenschmerzen! Gelenk- und Muskelschmerzen bei Reizdarmsyndrom

schmerzfrei Reizdarmsyndrom Rücken- und Gelenkschmerzen

Nicht nur Reizdarm, sondern auch häufige Rückenschmerzen

Rückenschmerzen gehörten genau wie Reizdarmbeschwerden zu meinem Alltag. Die Schmerzen saßen nicht immer an der selben Stelle, sie wandern durch meinen unteren Rücken, manchmal war es auch der Schulterbereich oder der Nacken, der schmerzte. Weder Ärzte noch Physio-Therapeuten haben einen Anlass für die Rückenschmerzen gefunden. Was mich stark an die nicht vorhandene Ursache für meine Reizdarmbeschwerden erinnerte. 

 

Umso stärker meine Reizdarmsymptome, vor allen Dingen die Blähungen, umso mehr schmerzte mir der Rücken. Yoga hilft mir, 30 Minuten auf der Matte und die Muskeln sind gedehnt, weich, und trotzdem hatte ich ein paar Stunden später wieder Schmerzen. Nun habe ich etwas gefunden, was mir - vor allen Dingen in Kombination mit Yoga - wirklich hilft gegen die Rückenschmerzen. Ich ärgere mich fast, denn meine Lösung steht schon seit Jahren relativ unbenutzt bei mir rum: Eine Blackroll*. Ich habe sie nur nicht an der richtigen Stelle eingesetzt.

Rückenschmerzen vorbeugen

Die Blackroll ist meine persönliche Lösung. Probiere doch mal aus, ob sie dir auch hilft. Ich kann nicht behaupt, dass ich gar keine Rückenprobleme mehr hätte, aber sie sind dadurch deutlich weniger geworden, und das fühlt sich gut an. 


Die Standard-Faszienrolle von Blackroll*.  Du kannst auch ein vergleichbares Produkt eines anderen Herstellers verwenden.


Wie ich die Blackroll richtig einsetze, darauf bin ich beim Hören eines Podcasts von ohhhmhhh.de  gestoßen. In der Folge 6 "Wie steht man wieder auf?" (zum Beispiel bei Spotify) spricht ein Personal Trainer unter anderem über Mobilisierung und richtiges Faszientraining: "Jeder Körper hat eine bestimmte Art sich zu bewegen, eine für den Körper richtige Art. Wir verlernen diese [unsere ursprünglichen] Bewegungsmuster."

Faszien müssten dies kompensieren und ausgleichen, was zur Folge habe, dass sie sich festziehen und "verkleben". Die verklebten, festgezurrten Faszien müssten erstmal gelöst werden, das bringe Schmerzlinderung. 


Und hier kommt nun die Faszienrolle ins Spiel, die es an der richtigen Stelle einzusetzen gilt: Wenn "man vorne mobilisiert, hört hinten der Schmerz hinten auf", so der Personal Trainer. Häufiger Grund für Nackenschmerzen sei, dass die Brustmuskulatur vorne zugezogen ist.

 

Um Rückenschmerzen vorzubeugen mache ich nun Folgendes: Ich lege mich auf den Bauch und rolle mit den Oberschenkeln über die Rolle. Das sieht sehr merkwürdig aus, und war anfangs sehr schmerzhaft. Wenn das zu sehr weh tut, kannst du auch erst mit einem Oberschenkel anfangen und das andere Bein seitlich aufstellen. Wenn dir die Beschreibung zu ungenau ist, findest du dazu gute Videos auf Yotube. Das Prinzip ist: Vorne mobilisieren, hinten gehen die Schmerzen weg. Die Übung nimmt den Druck aus dem unteren Rücken.  Funktioniert bei mir wunderbar. Endlich weniger Rückenschmerzen.

 

Probiere doch einfach mal aus, ob eine Blackroll dir helfen kann, schmerzfrei zu werden. Der Hersteller ist eigentlich egal, wie der Personal Trainer in dem Interview sagt. Ich verlinke auf das Modell, dass ich selbst verwende.  

Fibromyalgie und Reizdarm

Natürlich gibt es noch ganz andere Ursachen für Rücken- und auch Gelenk-, Muskel- und Gliederschmerzen. Laut diesem Artikel auf News Medical leiden bis zu 60% der Reizdarm Betroffenen zudem unter Fibromyalgie. Fibromyalgie wird auch als "Schmerzkrankheit" bezeichnet, und ist wie der Reizdarm ein "Syndrom". Die Diagnose ist wie bei Reizdarm eine Ausschlussdiagnose: Ärzte untersuchen auf in Frage kommende Ursachen für die Beschwerden, und erst, wenn diese ausgeschlossen sind, wird die Diagnose Fibromyalgie gestellt. 

 

Fibromyalgie geht mit unspezifischen Symptomen einher, die von Müdigkeit, Abgeschlagenheit über Reizdarmbeschwerden zu Muskel- und Gliederschmerzen reichen. Auch eine erhöhte Anfälligkeit für Infekte kann zu den Symptomen gehören. Begleitend werden kann sie von Ängsten und Depressionen. Reizdarm.one schreibt ausführlich über die Diagnose und Behandlung dieses Syndroms. 

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Kommentare: 2
  • #1

    Andrea (Sonntag, 11 November 2018 03:30)

    Ich bin durch Zufall auf Deinen Blog gestoßen und diesem Zufall bin ich sehr dankbar!
    Ich plage mich schon lange mit Reizdarm, Fibromyalgie und depressiven Zuständen herum, bin aber noch nie auf die Idee gekommen, dass es da Zusammenhänge gibt. Zusätzlich habe ich Schilddrüsenunterfunktion.
    Ich kann jetzt in eine neue Richtung denken und bin zuversichtlich, dass ich für mich eine Lösung finde.
    Herzlichen Dank für Deine Anregungen!

  • #2

    Britta von LebenmitReizdarm (Sonntag, 11 November 2018 04:40)

    Hallo Andrea,
    danke für deine Nachricht, das freut mich sehr!
    Ich bin mir sicher, dass du einen Weg zur Besserung finden wirst. Nicht aufgeben! Ich drücke dir fest die Daumen für eine baldige Besserung.
    Britta