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Gelenk- und Muskelschmerzen bei Reizdarmsyndrom

schmerzfrei Reizdarmsyndrom Rücken- und Gelenkschmerzen

Muskel- und Gelenkschmerzen bei Reizdarm

Rückenschmerzen gehörten genau wie Reizdarm-Beschwerden zu meinem Alltag. Die Schmerzen saßen nicht immer an der selben Stelle, sie wandern durch meinen unteren Rücken, manchmal war es auch der Schulterbereich oder der Nacken, der schmerzte. 

Rücken- und Gliederschmerzen und der Darm

Umso stärker meine Reizdarm-Symptome, umso mehr schmerzt mir der Rücken. Und seitdem ich meinen Reizdarm besser im Griff habe, sind auch die Rückenschmerzen deutlich weniger geworden und die Knie laufen wie geschmiert. Tatsächlich vermuten Wissenschafter einen Zusammenhang zwischen Rückenschmerzen und Gelenkschmerzen und einer gestörten Darmflora, die bei vielen Reizdarm Betroffenen vorliegt. 


Was sind typische Reizdarm Symptome?

Muskel- und Gliederschmerzen sind nicht selten bei Reizdarm. Wesentlich häufiger noch sind Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Verstopfungen oder Bauchschmerzen. Erfahre hier mehr über typische Reizdarm Symptome



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Die meisten Gelenk- und Muskelbeschwerden fallen in diese beiden Kategorien:

  • Arthrose: Verschleiß von Gelenken, der hauptsächlich ältere Menschen betrifft. Aber nicht nur, denn Arthrose ist auch eine Folge von jahrelanger Über- oder Fehlbeanspruchung der Gelenke, durch Verletzungen, durch Hochleistungssport oder jahrelanges Übergewicht. Arthrose äußert sich durch  Belastungs- und Anlaufschmerzen.
  • Arthritis ist nicht altersgebunden, jeder kann eine Gelenk-, Muskel- oder Sehnenentzündung bekommen. Zum Beispiel durch Krankheitserreger, die von einem anderen Entzündungsherd über das Blut an das Gelenk verschleppt werden. Wesentlich häufiger ist Arthritis jedoch die Folge von Autoimmunreaktion, bei denen das Immunsystem körpereigene Strukturen angreift, in diesem Fall die Gelenke. Dies führt zu Entzündungsreaktionen. Ursache hierfür könnte ein leaky-gut-Syndrom (durchlässige Darmwand) sein. Arthritis zeigt sich durch Rötungen, Schwellungen und Wärme der betroffenen Stellen, sowie bleibenden Schmerzen (entgegen der Arthrose, bei der die Schmerzen nur bei Belastung auftreten).

Oft treten Arthrose und Arthritis im Doppelpack auf. Was zunächst "nur" verschleißt ist, entzündet sich zudem.

Rücken- und Gelenkschmerzen und die Darmflora

Auf den ersten Blick haben Rückenschmerzen und Gelenkbeschwerden wenig mit der Darmflora zu tun. Wissenschafter vermuten allerdings schon länger Zusammenhänge zwischen einem Ungleichgewicht der Darmflora und Entzündungen: Nahrungsmittelunverträglichkeiten kommen als Entzündungsherd in Verdacht. Auch die Ablagerung von Giftstoffen, die im Darm freigesetzt werden und statt in lebenswichtigen Organen in Gelenk- und Knorpelgewebe abgelagert werden, können Entzündungen verursachen. Eine Überlastung des Körpers durch sogenannte Fremdeiweiße führt zu einer permanenten Entzündungsbereitschaft oder sogar zu chronischen Entzündungen. Fremdeiweiße werden normalerweise im Darm unschädlich gemacht, jedoch nicht ausreichend, wenn der Darm aber aufgrund von zu wenig Magensäure oder einer geschwächten Bauchspeicheldrüse überfordert ist.

Was kann ich gegen anhaltende Gelenk- und Muskelschmerzen tun?

Das muss sich ein Orthopäde anschauen, ganz klar. Um sicherzugehen, dass keine Erkrankung dahintersteckt, die zum Beispiel einer Physiotherapie bedarf. Aber spätestens wenn die schulmedizinische Versorgung nicht dazu führt, dass deine die Beschwerden verschwinden, lohnt sich der Blick auf den Darm. Beziehungsweise am besten erstmal auf die Darmflora anhand einer Stuhluntersuchung. Dein Allgemeinarzt oder ein Heilpraktiker können dich darüber informieren, wie und wo du am besten die Stuhluntersuchung durchführen lässt. Und hier findest du ausführlichere Informationen zum Thema Darmflora. 


Fibromyalgie und Reizdarm

Laut diesem Artikel auf News Medical leiden bis zu 60% der Reizdarm-Betroffenen unter Fibromyalgie. Fibromyalgie wird auch als "Schmerzkrankheit" bezeichnet, und ist wie der Reizdarm ein "Syndrom". Die Diagnose ist wie bei Reizdarm eine Ausschlussdiagnose: Ärzte untersuchen auf in Frage kommende Ursachen für die Beschwerden, und erst, wenn diese ausgeschlossen sind, wird die Diagnose Fibromyalgie gestellt. 

 

Fibromyalgie geht mit unspezifischen Symptomen einher, die von Müdigkeit, Abgeschlagenheit über Reizdarmbeschwerden zu Muskel- und Gliederschmerzen reichen. Auch eine erhöhte Anfälligkeit für Infekte kann zu den Symptomen gehören. Begleitend werden kann sie von Ängsten und Depressionen. Reizdarm.one schreibt ausführlich über die Diagnose und Behandlung dieses Syndroms. 

Rücken- und Gelenkschmerzen vorbeugen


Die Standard-Faszienrolle von Blackroll*.  Du kannst auch ein vergleichbares Produkt eines anderen Herstellers verwenden.


Yoga hilft, die Muskeln zu dehnen. Meine Wunderwaffe gegen Gelenk- und Rückenschmerzen ist die Mischung aus Yoga und Faszientraining mit der Blackroll*. Wie du die Blackroll richtig einsetzt, findest du in unzähligen YouToube Videos. Zusätzlich kann ich den Podcast "Wie steht man wieder auf?" (zum Beispiel bei Spotify) von ohhhmhhh.de  empfehlen. In dieser Folge spricht ein Personal Trainer unter anderem über Mobilisierung und richtiges Faszientraining: "Jeder Körper hat eine bestimmte Art sich zu bewegen, eine für den Körper richtige Art. Wir verlernen diese [unsere ursprünglichen] Bewegungsmuster."

Faszien müssten dies kompensieren und ausgleichen, was zur Folge habe, dass sie sich festziehen und "verkleben". Die verklebten, festgezurrten Faszien müssten erstmal gelöst werden, das bringe Schmerzlinderung. 


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Kommentare: 2
  • #1

    Andrea (Sonntag, 11 November 2018 03:30)

    Ich bin durch Zufall auf Deinen Blog gestoßen und diesem Zufall bin ich sehr dankbar!
    Ich plage mich schon lange mit Reizdarm, Fibromyalgie und depressiven Zuständen herum, bin aber noch nie auf die Idee gekommen, dass es da Zusammenhänge gibt. Zusätzlich habe ich Schilddrüsenunterfunktion.
    Ich kann jetzt in eine neue Richtung denken und bin zuversichtlich, dass ich für mich eine Lösung finde.
    Herzlichen Dank für Deine Anregungen!

  • #2

    Britta von LebenmitReizdarm (Sonntag, 11 November 2018 04:40)

    Hallo Andrea,
    danke für deine Nachricht, das freut mich sehr!
    Ich bin mir sicher, dass du einen Weg zur Besserung finden wirst. Nicht aufgeben! Ich drücke dir fest die Daumen für eine baldige Besserung.
    Britta