Was ist Reizdarm?

11 Millionen.

Etwa so viele Betroffene gibt es allein in Deutschland.

Was ist Reizdarm?

Was ist Reizdarmsyndrom?

Was ist Reizdarm?

"Sie haben einen Reizdarm" lautete meine Diagnose. Das bedeutete, das Ärzte für meine häufigen Bauchschmerzen, die Blähungen und den Durchfall keine Ursache finden konnten.

 

Reizdarmsyndrom kann sich mit verschiedenen Symptomen äußern, außer den oben beschriebenen Symptomen auch Durchfall und Sodbrennen, oder die ganze Bandbreite an Symptomen im Wechsel.

 

Die Symptome können ständig auftreten, oder auch mal für mehrere Wochen oder Monate verschwinden, bis sie sich wieder einstellen. Die Symptome und das Auftreten der Symptome sind vielfältig. Das macht eine Diagnose schwer. 

 

Die Lebensqualität von Reizdarm Betroffenen ist oft sehr stark eingeschränkt. Wege zur Arbeit, die Arbeit selbst, Treffen mit Freunden, Essen im Restaurant - dies alles wird zur Herausforderung. 

 

Reizdarm betrifft nicht in erster Linie ältere Menschen, die meisten Betroffenen, die mir schreiben, sind noch jung.

Nach Rückenschmerzen, Kopfschmerzen und Schlafstörungen sind Bauchschmerzen und Magen- und Darmbeschwerden die Beschwerden, an denen die Menschen laut Statista am häufigsten leiden (die Statistik dazu findest du unten bei den Link). 

Warum Reizdarm ein Syndrom ist

Ein "Syndrom" ist eine Kombination von verschiedenen Symptomen und Befunden, die meistens zusammen auftreten und von denen man ausgeht, dass sie eine gemeinsame Ursache haben.

 

Weil bislang nicht DIE EINE Ursache für Reizdarm gefunden wurde, wird mit der Bezeichnung "Syndrom" eine grobe, vorläufige diagnostische Zuordnung erstellt. Zu den möglichen Ursachen findest du unten mehr.  



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Ich habe viel Erfahrung mit Reizdarm und dem Führen von Ernährungstagebüchern und habe nützliche Infos und Tipps auf 14 Doppel-Seiten zusammengefasst. 


Reizdarm - was ist das?

Was ist Reizdarm?

Schulmedizinisch gesehen ist Reizdarm eine "funktionelle Verdauungsstörung". Heißt: Es besteht keine organische oder biochemische Ursache für die Beschwerden.

 

Das ist erstmal eine gute Nachricht. Um zu dieser Diagnose zu kommen, müssen Ärzte ausgiebige Untersuchungen durchführen. 

 

Das kann einige Zeit in Anspruch nehmen und sehr frustrierend sein für die Betroffenen, ist jedoch wichtig, um sicherzugehen, dass keine schwerwiegende Krankheit vorliegt, die mit ähnlichen Symptomen einhergeht wie Reizdarmsyndrom.

 

Zu den Krankheiten, die ausgeschlossen werden müssen, zählen zum Beispiel chronisch-entzündliche Darmerkrankungen oder Magengeschwüre, da sie eine andere Behandlung fordern als ein Reizdarm. 

Reizdarm Ursachen

Reizdarm Ursachen

Als ich das erste Mal mit Reizdarm diagnostiziert wurde, ging man davon aus, dass es sich dabei um eine reine "Kopfsache" handelt. Und wie du unter "Reizdarm & Psyche" lesen kannst, habe ich selbst die Erfahrung gemacht, dass die Psyche eine wichtige Rolle steht bei Reizdarm.

 

Aber nicht die einzige! Glücklicherweise ist die Forschung heute ein ganzes Stück weiter. Immer mehr Forscher und Ärzte und gehen davon aus, dass Reizdarm zumindest teilweise körperliche Ursachen hat. Die Reizdarm-Forschung ist noch längst nicht am Ende, stetig gibt es neue Erkenntnisse, und man ist sich keinesfalls einig. 

 

Die Erklärungen lassen sich grob einteilen in:

  • Veränderte Motilität und Schmerzempfinden bei Reizdarm Betroffenen
  • Die Kommunikation über die Darm-Hirn-Achse
  • Veränderungen in der Darmflora und Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Hormon- und DNA-basierte Erklärungen, die erläutern, warum mehr Frauen als Männer betroffen sind

Hier gebe ich dir einen Überblick über mögliche Ursachen für Reizdarm und Reizdarm Symptome, ohne einen Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben. 

Reizdarm als Überempfindlichkeit  von Nerven im Darm

Nerven im Magen oder Darm überempfindlich sind und Abläufe, die für andere Menschen gar nicht oder nur wenig spürbar sind, von Reizdarm Betroffenen als schmerzhaft empfunden werden.

 

"Patients with IBS suffer from chronic abdominal pain and experience rewiring of their nervous system so they feel pain when they shouldn't.", so Stuart Brierley, Professor für Gastrointestinal Neuroscience. 

Der Professor erklärt dies in dem folgenden Video genauer:

Eine mögliche Erklärung, warum das so ist, sehen Forscher der Flinders University in Rezeptoren, die ein Jucken auf der der Haut verursachen und im menschlichen Darm nachgewiesen werden konnten. Im Darm aktivieren diese Rezeptoren Neuronen, welche Schmerzen im Darm auslösen. Und so entstünden die bekannten Reizdarm Symptome. Mehr dazu im Video. 


Übrigens geht man davon aus, dass Reizdarm-Patienten nicht grundsätzlich eine niedrigere Schmerzgrenze haben, sondern eine Studie des Zentralklinikums Augsburg hat ergeben, dass "die Toleranz gegenüber somatischen Schmerzreizen [...] sogar noch größer als bei gesunden Kontrollen" sei.

 

Möglich ist zudem, dass Muskeln, die für die die Zerkleinerung der Nahrung zuständig sind, verlangsamt oder zu schnell arbeiten. 

 

Arbeiten die Muskeln in den verschiedenen Teilen des Darms verlangsamt, hat dies Verstopfung oder die Entwicklung kleiner, schwer passierbarer Stühle. Arbeiten die Muskeln dagegen schneller, führt dies zu Durchfall. In beiden Fällen können typische Reizdarm Symptome wie Blähungen und Bauchschmerzen auftreten. 

Reizdarm und die Darm-Hirn-Achse

Unser Darm und unser Gehirn kommunizieren ständig miteinander. Die Verbindung entsteht über das Enterische Nervensystem des Darms: Ein Nervensystem, dass eine  ähnliche Struktur hat wie das des Gehirns, und sich als Netzwerk von bis zu 200 Millionen Nervenzellen von der Speiseröhre bis zum Darmausgang zieht.

 

Der Darm wird manchmal sogar als zweites Gehirn oder "Bauchgehirn" bezeichnet. Ist der Verdauungstrakt gereizt, wird diese Nachricht an das Gehirn weitergeleitet.

 

Umgekehrt meldet das Gehirn dem Darm, wenn Stress vorliegt, was zu Reizdarm Symptomen führen kann. Bist du gestresst, ist dein Darm es auch!

Mehr zur Darm-Hirn-Achse findest du in diesem Beitrag

Reizdarm und Darmflora

Wenn die Darmschleimhaut durchlässig wird, verringert sich ihre Schutzfunktion. Das wird auch als "leaky gut" bezeichnet, was für einen durchlässigen Darm oder auch geschädigte Darmbarriere steht.

 

Genau genommen ist die Darmbarriere immer durchlässig, um Nährstoffe und Flüssigkeit aufnehmen zu können. Die Durchlässigkeit nimmt zu, wenn die Darmschleimhaut durch Medikamente (zum Beispiel Antibiotika, Schmerzmittel und Protonenpumpenhemmer, mehr dazu hier), oder aufgrund von Nahrungsmittelintoleranzen geschädigt ist. 

  

Das kann zur Folge haben, dass unverdaute Nahrungsbestandteile, Krankheitserreger und Allergene in die Darmwand eindringen. Das wiederum ruft das Immunsystem auf den Plan, was Entzündungsreaktionen zur Folge hat.

 

Eine weitere Folge sind Nahrungsmittelunverträglichkeiten, der Magen und Darm reagieren auf immer mehr Nahrungsmittel mit den bekannten Reizdarm Symptomen. Lies dazu auch den Gastbeitrag von Julia, die sich gut mit Nahrungsmittelunverträglich-keiten auskennt.

 

So ging es mir, bevor ich mein leaky gut in den Griff bekommen habe, konnte ich immer weniger Lebensmittel zu mir nehmen, ohne gleich Verdauungsbeschwerden zu bekommen. 


Buchempfehlung eines Lesers*: Dreck gegen "leaky gut".

Der Autor von "Dreck macht gesund" beschreibt interessant und nachvollziehbar die Auswirkungen von industriell gefertigten Lebensmitteln und Medikamenten auf die Darmflora.

 

Sein "Darm-gesundes" Ernährungskonzept lässt lässt sich gut in den Alltag umsetzen und begründet der Autor mit empirischen Daten. 



Ebenfalls Auslöser von Reizdarm Symptomen sind die folgenden Veränderungen in der Darmflora. Sie sollten als Ursache für Reizdarm ausgeschlossen werden, da sie eine bestimmte Behandlung bedürfen: 

  • Bei manchen Reizdarm Betroffenen sind diese Bakterien im Dünndarm zu finden, wo sie eigentlich nicht hingehören. Dies wird als "Dünndarmfehlbesiedlung", oder kurz als "Sibo" (als Abkürzung der englischen Bezeichnung "small intestinal bacterial overgrowth") bezeichnet. Sibo lässt sich anhand eines Atem-Tests feststellen. 
  • Dass Pilze, kleine Mikroorganismen, unseren Magen und Darm bevölkern ist ganz normal. Zum Problem werden Pilze dann, wenn sie sich zu stark ausbreiten. Dies trifft häufig auf den Darmpilz Candida albicans zu. Gerne taucht dieser Hefepilz nach einer Antibiotika-Behandlung auf, oder in einer sehr stressigen Phase, also dann, wenn sich die Darmflora nicht so richtig gegen seine Verbreitung wehren kann. Candida lässt sich anhand einer Stuhlprobe nachweisen. 

Reizdarm ist eine unsichtbare Krankheit

"Aber du siehst gar nicht krank aus...". Reizdarm ist unsichtbar, und das Thema Darm und Verdauung nach wie vor ein Tabu. Im Blog findest du mehr über unsichtbare Darmerkrankungen

Meine Buchempfehlungen zum Thema Reizdarm

Wohlfühl Darm(unten)

Praxisnah und einfach nachvollziehbar erklärt der Autor von den Weg zu einer gesunden Darmflora, um die alltäglichen Herausforderungen gut zu „verdauen“. Nicht nur für Reizdarm-Betroffene! Inklusive Humor und Kochrezepten.

Darm mit Charme(unten)

Zu Recht ein Bestseller: Die Autorin klärt darüber auf, wie unser Verdauungstrakt funktioniert oder eben auchnicht funktioniert. Unverblümt. Der perfekte Einstieg für jeden Nicht-Mediziner, der mehr über den Darm erfahren möchte. Wissen Macht, vor allen Dingen wenn es um ein so verdeckt arbeitendes Organ wie den Darm geht. 


Reizdarm: Psychosomatisch ist nicht gleich eingebildet!

Reizdarmsyndrom wird als psychosomatische Krankheit bezeichnet. Viele setzen dies mit "eingebildet" oder "es passiert alles nur im Kopf" gleich. Das ist falsch, und entspricht nicht der Bedeutung von "psychosomatisch".

 

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Reizdarm Symptome wie Durchfall oder Blähungen höchst real sind und die Lebensqualität massiv einschränken können.

 

Psychosomatisch bedeutet, dass psychische Faktoren (zum Beispiel Stress) Teil der Ursache der Beschwerden sind. In dem Abschnitt Reizdarm und Psyche erfährst du mehr über das Thema. 

Was ist Reizmagen?

Was ist der Unterschied zwischen Reizmagen und Reizdarm? Ich verwende die beiden Begriffe gleichbedeutend, beziehungsweise fasse sie unter "Reizdarm" zusammen.

 

Denn genau wie "Reizdarmsyndrom" bezieht sich "Reizmagensyndrom" auf eine Gruppe körperlicher Beschwerden im Zusammenhang mit dem Verdauungstrakt, für die keine genaue Ursache bekannt ist.

 

Diese Beschwerden fokussieren sich bei Reizmagen eher auf den Oberbauch, mit Symptomen wie Aufstoßen, Blähgefühl und Blähbauch, Übelkeit und Sodbrennen. Das sind Symptome, die ich genauso für klassische Reizdarm Symptome halte. 

 

Bei mir ist es außerdem so, dass manche Beschwerden, die sich zunächst im Oberbauch oder Magen bemerkbar machen, früher oder später in meinen Darm weiterwandern.

 

Habe ich zum Beispiel viel Luft im Bauch und muss häufig aufstoßen, wandert die Luft später in meinen Darm und sorgt dort für Blähungen.

Diagnose Reizdarm

Habe ich einen Reizdarm? Ein nervöser Magen und Darm machen sich häufig durch Übelkeit, Blähungen oder Durchfall bemerkbar. Nervöse Verdauungsbeschwerden sind kein Grund zur Sorge, und auch nicht gleichbeutend mit Reizdarmsyndrom.

 

Jeder von uns kennt das: Eine Prüfung steht bevor, ein wichtiger Termin, oder vielleicht ein erstes, aufregendes Date. Etwas liegt uns schwer im Magen, oder wir haben Schmetterlinge im Bauch.

 

Oft vergehen die Symptome wieder, wenn die Situation vorüber ist. Auch wenn das schon mal länger dauern kann, wie zum Beispiel in einer Prüfungsphase, bei Problemen im Job oder in der Beziehung.

 

Bei akuten Symptomen kannst du auf diese Heilmittel und Medikamente für den Darm zurückgreifen, die ich auch für Reizdarm empfehle. Sie sind aber nur zur kurzfristigen Behandlung gedacht. 

 

Gehe zum Arzt, wenn deine Beschwerden über einen längeren Zeitraum auftreten, also über die stressige Phase hinaus und/oder wenn dich die Beschwerden sehr belasten.

 

Es gibt keinen einfachen Test zur Diagnose von Reizdarmsyndrom. Denn die meisten Tests konzentrieren sich auf die Erkennung von Infektionen oder Abweichungen der Anatomie des Körpers.

 

Labortests, Röntgen und Spiegelungen zielen darauf ab, strukturelle Probleme zu erkennen. Diese Methoden greifen also nicht, wenn wie bei den meisten Reizdarm Betroffenen ein komplexes Geschehen aus körperlichen und psychologischen Faktoren zusammenkommt. 

 

Falls du im Internet oder in einem Drogeriemarkt auf einen vermeintlichen Reizdarm-Test stoßen solltest, ignoriere ihn! Keiner dieser Tests kann die Komplexität der Zusammenhänge in deinem Körper erfassen.   

Diagnose-reizdarm

Ärzte diagnostizieren Reizdarm und Reizmagen anhand der sogenannten "Rom-Kriterien", die von internationalen medizinischen Gesellschaften festgelegt wurden. Aktuell gilt die Version IV der Rom-Kriterien.

 

Für die Nerds unter uns: Du findest Reizdarm unter der Klassifikation K58. 

 

Für alle anderen lautet meine knappe, sinngemäße Zusammenfassung der Rom-Kriterien zur Diagnose von Reizdarmsyndrom wie folgt:

  • Beschwerden wie Blähungen, Durchfall, Verstopfungen, Übelkeit, Bauchschmerzen oder Sodbrennen sind innerhalb der letzten drei Monate mindestens einmal die Woche aufgetreten, und deren erstes Auftreten liegt mindestens sechs Monate zurück
  • Die Beschwerden treten vor allen Dingen im Zusammenhang mit Stress auf oder werden dadurch zumindest schlimmer
  • Die Reizdarm Symptome verschwinden oder bessern sich deutlich nach dem Stuhlgang
  • Zu den Symptomen kann gehören, dass du ein schnelles Völlegefühl beim Essen hast. Mir geht es oft so, dass ich riesigen Hunger habe, und sich mein Bauch dann schon nach den ersten Bissen sehr voll anfühlt.
  • Leidest du unter häufigem Aufstoßen und Luft im Oberbauch?
  • Häufige Stuhlgänge bis hin zu Durchfall (hier lautet die Devise: Durchfall bedeutet, mehr als drei Stuhlgänge pro Tag) können Anzeichen für Reizdarm sein
  • oder aber Verstopfungen (weniger als drei Stuhlgänge pro Woche)
  • Eine deutlich veränderte Stuhlkonsistenz (z.B. sehr weich bis flüssig, oder sehr hart) kann auf Reizdarm hinweisen
  • oder ein veränderter Stuhlgang, z.B. starkes Pressen notwendig, oder plötzlicher Stuhldrang oder das Gefühl der unvollständigen Entleerung nach dem Stuhlgang
  • ein schleimiger Stuhl kann auf Reizdarm (und ungenügende Verdauung) hindeuten
  • Viele Reizdarm Betroffenen leiden außerdem unter Beschwerden wie Müdigkeit, Rücken-, Kopf- und Gliederschmerzen. Auch wenn nicht direkt dem Magen- und Darm zugeordnet werden, hängen solche Symptome häufig mit dem Verdauungstrakt zusammen. Siehe dazu meinen Artikel über Fibromyalgie

Reizdarm Untersuchungen

Die Diagnose "Reizdarmsyndrom" setzt voraus, dass die Symptome nicht durch strukturelle oder biochemische Veränderungen in deinem Körper erklärt werden können. Deshalb müssen Ärzte erst einmal eine Reihe von  Untersuchungen machen, bis sie die Diagnose Reizdarm oder Reizmagen stellen.

 

Zu den Standarduntersuchungen zählen:

  • ein Ultraschallbild
  • ein Blutbild
  • gegebenenfalls auch Magen- und Darmspiegelung (fies, ich weiß)
  • ein Blutbild
  • ganz wichtig: die Analyse des Stuhls.

Die Stuhlprobe sollte bei jedem Arzt dazu gehören, und falls nicht, frag danach. Denn an einer Stuhlprobe lässt sich erkennen, ob du Blut im Stuhl hast (was nicht immer sichtbar ist, und dann als "okkultes Blut" bezeichnet wird) und wie es um deine Darmflora bestellt ist. Bei den meisten Reizdarm Betroffenen ist die Darmflora gestört. 

  

Du solltest dich auch auf Allergien, Zöliakie, Weizenunverträglichkeit, Helicobacter pylori, Laktose- oder Fruktoseintoleranz testen lassen. Manche dieser Tests musst du leider aus eigener Tasche zahlen. Wäre aber blöd, wenn du auf die Tests verzichtet und viel später rauskommt, dass du keinen Reizdarm sondern "nur" eine Fruktoseintoleranz hast, oder?

Was ist Reizdarm?

Blähungen sind die häufigsten verbreiteten Magen- und Darmbeschwerden, laut dieser Statistik. Kleine Unterschiede bestehen zwischen Frauen und Männern, bei Frauen treten prozentual noch häufiger auf (Quelle: Statista)

Was tun gegen Reizdarm?

Mit der Diagnose Reizdarm sind die Betroffenen weitgehend auf sich selbst gestellt. Auch das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.

 

Ich habe in den letzten Jahren sehr viele Untersuchungen machen lassen, mit dem immer selben Ergebnis "Reizdarmsyndrom". Mal wurde die Diagnose in einem Unterton gestellt, der mir klar machen sollte, dass dies nun wirklich keine schlimme Krankheit sei (stimmt!), oder mit einem mitleidigen Blick, weil es für Reizdarm nun mal keine einheitliche, anerkannte Behandlungs- und Heilmethode gibt (stimmt auch).

 

Was nicht bedeutet, dass du nichts gegen deinen Reizdarm tun könntest. Denn Reizdarm ist behandelbar!

leben-mit-reizdarm

Aber dafür musst du selber aktiv werden! Es gibt keine Wunderpille gegen Reizdarmsyndrom. Eine Standardtherapie ist bei einer Erkrankung, für die es so viele verschiedene Ursachen gibt, nicht möglich.

 

Sowohl die Ursache für deinen Reizdarm als auch die Behandlung sind individuell. Was dem einen hilft, hilft dem anderen nicht oder wenig. Was nicht heißt, dass wir nicht voneinander lernen können. 

Auf dieser Webseite findest du meine gesammelte Erfahrung aus 20 Jahren mit Reizdarm, sowie die Erfahrungen anderer Leser dieser Webseite. Was uns geholfen hat, aber auch was nicht geholfen hat, denn das könnte ja dir wiederum helfen. Du findest hier Beispiele dafür, wie andere Betroffenen mit ihrem Reizdarm leben. Ausprobieren und für herausfinden, was dir hilft, musst du selbst!

Leben OHNE Reizdarm - vielleicht ist das für dich nicht möglich. Aber ein sehr verträgliches Leben MIT deinem Reizdarm, das kannst du schaffen! 

 

Auf der Seite Reizdarm behandeln findest du konkrete Tipps und Informationen, wie du das anstellen kannst. 


Reizdarm Medikamente und Hausmittel

Es gibt Situationen, in dem schnelle Abhilfe bei akutem Durchfall oder Bauchschmerzen nötig ist. Auf der Seite über Medikamente gegen Reizdarm Beschwerden findest du (Haus)Mittel, die mir bei Reizdarm Beschwerden helfen. Ich nehme sie, wenn ich zum Beispiel bei der Arbeit bin und mir nicht mal so einfach eine Auszeit nehmen kann oder ich doch mit Freunden ausgehen möchte, anstatt mit Durchfall zu Hause zu sitzen. 

Deine Erfahrung mit Reizdarm teilen

Du weißt selbst schon eine Menge über Reizdarm und möchtest teilen, was dir in deinem Leben mit Reizdarm hilft? Dann bist du herzlich zum Mitschreiben eingeladen!

 

Mit jedem weiteren "Reizdarmexperten", der oder die seine Erfahrung teilt, steigen die Chancen, dass für die Leser dieser Webseite das Richtige dabei ist.  

Teile deine Erfahrungen unten über das Kommentarfeld oder schreibe mir an britta@lebenmitreizdarm.de. 

Magen- und Darmbeschwerden